Hallole,
dein Fasserkurs hat mir auch heute noch, nach mehr als 2 Jahren, freude bereitet.
Er war/ist sehr aufschlussreich, macht MIR aber mehr Angst als Mut.
Immer wieder lese ich Hinweise der art "Wenn du Smaragd fassen willst, geh zum Fasser".
Es sind eine reihe Fragen offen geblieben:
1) Ich möchte gern rechteckige Edelsteine (5x7mm) oder Edelsteine mit Baguettes in Treppen-Schliff oder Oktagone im Prinzess-Schliff in ebene Flächen fassen.
Wie muss ich die Fassung vorbereiten damit es ein Fasser machen kann?
2) Mit welchen Toleranzen muss ich rechnen? Muss ich die Fassung für jeden Stein speziell anpassen?
Mir wurde mal gesagt das man beim Handschliff mit Toleranzen von 10% rechnen muss. Bei 5 mm sind das 0,5 mm.
Muss eine Fassung sooooo genau sein? In die Ecken komme ich ja niemals so genau rein. Wie mach ich denn sowas?
3) Wenn ich mir deinen Kurs zum fassen eckiger Steine (Teil 3) ansehe, muss ich je eh von hinten etwas an den Stein anfügen.
Wäre es da nicht einfacher, die Fassung von vorne schon fix und fertig zu fräsen (als Beispiel) und dann den Stein von hinten zu fassen?
Ich habe mal ein Beispiel angefügt...
dicke Platte:

von hinten mit einem 45° Fräser den Sitz fräsen:

Mit eienm Schlitzfräser einen kleinen Schlitz fräsen:

So sitzt dann der Edelstein drin:

Den Sitz von hinten auch mit dem 45° Fräser anphasen:

Alle drei Teile zusammenfügen:

Mit einem Fasserhammer oder einem Minimeißel Material in den Schlitz treiben:

Material hinten absägen, abfeilen und glatt schleifen... Fertig

Die Toleranzen sind klein. Die Frage ist: Sind diese noch zulässig oder wackelt der Stein dann?

Den Sitz kann man ja beliebig fräsen, so dass der Stein auch bündig mit der Oberfläche ist:

Kann man das so machen?
Der Vorteil ist, das man von außen (Sichtseite) nix machen muss, und damit die Gefahr des verkratzens und des splitterns weg ist.
Welche Probleme könnten auftreten? Ich habe es selbst noch nicht probiert... aber bald...
Grüßle
Silberlehrling