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BeitragVerfasst: 14.10.2018, 21:51 
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Hallo!

Schon seit einiger Zeit habe ich Erfahrung mit dem Sandgussverfahren gemacht. Bisher habe ich mit einem Brenner (Propan/Sauerstoff) das Silber verflüssigt und dann meistens erfolgreich in die Sandform gegossen.
Jetzt habe ich einen digitalen Schmelzofen mit einem 1 kg Graphit-Schmelztigel und möchte die gleichen Formen wie zuvor (verschiedene Knöpfe) gießen. Ich habe gleich mehrere Gussringe vorbereitet, so dass ich mehrere Güsse hintereinander machen kann.
Den Ofen heize ich auf etwa 1100 Grad (habe auch mal 1000 probiert). Ich habe etwa 120g 999er Feinsilber.
Nach dem Gießen ist jedoch bei fast allen Formen ein Lufthohlraum (Lunker) am Ende des Gusskanals zu finden, so dass der Guss unbrauchbar wird.
Ich habe es auch mit Entlüftungskanälen versucht-> keine Änderung.
Auch habe ich versucht, langsamer zu gießen (was gar nicht so einfach ist). Das hat auch nichts bewirkt.
Jetzt meine Frage: Warum klappt es nicht?
Als ich das Silber manuell mit dem Brenner geschmolzen habe war relativ selten ein Lufthohlraum im Guss.
Warum jetzt mit dem Schmelzofen?
Muss ich mehr Silber im Tigel haben? Muss der Gusskanal länger sein? Bisher ist er ca 1-2cm hoch (mehr geht bei den Gießringen ja nicht).
Ich würde mich sehr über Antworten freuen!
Vielen Dank!

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Verfasst: 14.10.2018, 21:51 


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BeitragVerfasst: 15.10.2018, 09:35 
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Ich bin kein Gießspezialist,vielleicht meldet sich Heinrich noch dazu.
Aber soviel schon mal, Lunker bilden sich an der Stelle, an der das Metall als letztes erstarrt. Beim Erstarren zieht es sich zusammen, und dort wo es als letztes flüssig ist, zieht es nach allen Seiten weg. Das kannst du vielleicht damit beeinflussen, dass sich der Eingusskanal nach oben hin verbreitert. Dann sitzt der Lunker weiter weg vom Knopf.

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BeitragVerfasst: 15.10.2018, 10:48 
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Die Erklärung war schon richtig. Und der Grund warum es jetzt auftaucht und früher nicht, kann darin liegen dass Du jetzt mit einer höheren Qualität des geschmolzenen Silbers giesst. Klingt komisch ist aber so.

Wenn Du mit der Flamme schmilzt, dann passiert es häufig dass Du Gase in die Schmelze einbläst, die sich in der Schmelze lösen und beim festwerden wieder austreten wollen. Das bläst das Volumen der erstarrenden Schmelze auf und Schrumpflunker können nicht entstehen. Das ist allerdings dann auch kein guter Guss auch wenn es so aussieht.

http://www.butschal.de/butschal/werksta ... pitel8.htm

Hier ist das Seminar komplett:
http://www.butschal.de/butschal/werksta ... eminar.htm

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BeitragVerfasst: 15.10.2018, 10:59 
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Ah, interessant, ich hab mich schon immer gewundert, warum die Güsse an der VHS mit dem Dosenbrennerset oft besser werden, als im Ofen geschmolzenes Silber.

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BeitragVerfasst: 15.10.2018, 11:19 
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Das ist nur optisch an der Oberfläche besser. Von innen kommen dann oft Mikrogasporen nach Schleifen und Polieren an die Oberfläche.

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BeitragVerfasst: 15.10.2018, 11:46 
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Drahtkokillengüsse haben zwar eingezogene Stellen an der Außenhaut, aber keine innerlichen Lunker. Von der Verarbeitung gab es keine Probleme.

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BeitragVerfasst: 18.10.2018, 20:04 
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Vielen Dank für den Hinweis! Ich habe jetzt überdimensionierte Gusskanäle gemacht und damit war das Problem behoben!
Manchmal ist aber die Oberfläche sehr rau oder krümelig. Woran kann das liegen?


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BeitragVerfasst: 18.10.2018, 21:53 
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Und früher war sie nicht krümelig oder rau?

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BeitragVerfasst: 18.10.2018, 22:20 
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Sandguß ist nunmal kein Präzisionsguß mit perfekten Oberflächen


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BeitragVerfasst: 18.10.2018, 23:11 
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Tatsächlich habe ich vor dem Schmelzofen sauberere Oberflächen gehabt. Jetzt sind sie noppig, körnig. Woran kann das liegen?


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