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BeitragVerfasst: 01.08.2021, 17:54 
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Hallo zusammen,

ich melde mich mit meinem ersten Beitrag und einer Frage zu Wort.

Ich benutze "PowerResins Zero", ein 3D Druck Material um meine Modelle zu drucken. Ich brenne das Ganze dann mit einem "empfohlenen" Programm über ca. 15 Stunden aus.

Ich habe bisher nur 750er Gold benutzt. Ich habe einen kleinen Schmelzofen der in einem Graphittiegel das Gold schmilzt. Ich gebe dann etwas Borax dazu, damit das Gold besser fließt. Ich hole die Kürette bei ca. 550-600 Grad aus dem Ofen und Gieße in die Küvette die einem Unterdruck durch Vakuum von unten hat und so durch die Poren die Luft ansaugt.
Ich gieße dann das Gold bei etwa 1040 Grad.

Das klappt eigentlich immer. Nur hat mein Gold dann immer eine starke Schwarze Oxidationsschicht und oft kommt es auch vor, dass die Modelle Kerben, Löcher und Macken haben:

Dateianhang:
Bildschirmfoto 2021-08-01 um 17.51.49.png
Bildschirmfoto 2021-08-01 um 17.51.49.png [ 220.02 KiB | 334-mal betrachtet ]

Dateianhang:
Bildschirmfoto 2021-08-01 um 17.51.57.png
Bildschirmfoto 2021-08-01 um 17.51.57.png [ 423.67 KiB | 334-mal betrachtet ]


Ich frage mich nun welche Parameter möglicherweise falsch sind, ob die schwarze Oxidationsschicht normal ist, wie ich die am besten wegbekomme (man kommt beim Polieren ja nicht immer überall ran), ob ich das mit einem Mittel besonders gut "Entoxidieren" kann und was die Macken im Guss verursachen könnte.


Ich wär wirklich froh über Ideen von euch was ich testen kann.

Meine Gedanken:

-mehr frisches Goldgranulat
-ungleichmäßig geschmolzen ? vielleicht ein anderes Flussmittel oder länger warten wenn die Gusstemperatur erreicht ist
-Temperaturen sind nicht optimal aufeinander abgestimmt


Rückstände vom Harz sind unwahrscheinlich weil das so konstruiert wurde, dass es verdampft bei den Temperaturen.
Bläser denke ich habe ich auch keine. Ich vakuumiere vorher 2 mal das "Investment" (wie heißt das eigentlich auf deutsch?)
Und ich habe nie irgendwelche Artefakte nach aussen vom Modell abstehen. Immer nur ins Modell hinein.

Vielen Dank schonmal !

Liebe Grüße

Nico


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Verfasst: 01.08.2021, 17:54 


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BeitragVerfasst: 01.08.2021, 20:49 
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Die schwarze Schicht kommt von der zu hohen Goldtemperatur. Knapp über 900°C reicht völlig zum Guss von 750 Gelbgold. Sorgen machen mir die kantigen Löcher. Mein erster Verdacht sind nicht vollständig ausgebrannte Harzreste, die die Löcher verursachen.

Wie sieht denn das "empfohlene" Brennprogramm aus?

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BeitragVerfasst: 01.08.2021, 23:08 
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Vielen Dank schonmal für die Antwort. Das mit der Temperatur werde ich testen. Ich geh nächstes mal mal auf 940 oder 930 runter.

Anbei das Programm das ich nutze.
https://cdn.shopify.com/s/files/1/2983/ ... 1575620512

Zu erwähnen ist noch, dass ich den "Baum" aus Wachs machen muss. Das heißt, das muss rausfließen können, weswegen ich die Kürette mit der Gießöffnung nach unten in den Ofen stelle.

Ich dachte, dass vielleicht das Gas nach unten nur schwer entweichen kann, weswegen ich auch schon versucht habe die Küvette nach einiger Zeit einmal umzudrehen im Ofen.
Das hat aber nicht viel gebracht.

Beste Grüße


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BeitragVerfasst: 02.08.2021, 10:20 
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ich habe als Mod das Bild durch den Link dazu ersetzt
so macht man das im Internet!

Hörensagen: die ausbrennbaren Resine sind leider oft längst nicht so gut und problemlos ausbrennbar wie die Hersteller das behaupten
da ist Ärger die Regel und wie die Lösung für das Dilemma aussieht, verraten die, die sie zeitaufwändig durch viele Versuche herausgefunden haben, dann nicht so gerne
(Kombination aus geeignetem Resin, Einbettmasse und Temperaturkurve)

ich kenne die Lösung nicht

solch simple Formen wie diese Trauringe sollten besser aus einfach ausbrennbarem Wachs gedreht werden (halt irgendwie "drechseln" mittels Bohrfutter z.B.) statt mittels nur mäßig geeignetem Resin gedruckt zu werden


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BeitragVerfasst: 02.08.2021, 10:54 
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Gase entweichen auch nach unten, das Problem ist, die Resine allein durch Temperatur in Gase zu verwandeln. Da kann ich Tilo nur zustimmen, das klappt nicht immer so einfach. Wachse jedoch laufen zuerst nach unten aus (daher bitte nicht umdrehen, sondern mit der Öffnung nach unten lassen) und die restlichen Wachsrusse verwandeln sich beim letzten Brennvorgang mit Hilfe von Sauerstoff (etwas Frischluftzufuhr braucht der Ofen) zu CO2 und H2O.
Bei den meisten Resinen bleiben noch Klumpen von verschmortem Plastik zurück. Das sorgt dann für die fotographierten Löcher im Guss. Ich kann mir vorstellen, dass die Verlängerung der letzten Brennphase vielleicht helfen könnte. Das hängt aber auch von der Resinsorte ab. Diejenigen, die damit arbeiten und Erfolge haben, haben mir Ihr Rezept noch nicht verraten und behandeln das als Betriebsgeheimnis.

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BeitragVerfasst: 02.08.2021, 13:52 
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das ist ja das resin in der produktpalette, das am wenigsten Schrumpfung hat
vielleicht brennen andere Sorten besser aus?
muß man entsprechend etwas größer gestalten im 3d-Programm

welcher Drucker wird verwendet? (interessehalber, das tut ja zum Problem nichts zur sache)


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BeitragVerfasst: 02.08.2021, 22:14 
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vielen Dank schonmal für eure Antworten.
Ich experimentiere jetzt erstmal mit der Temperatur. Man soll ja nie zwei Parameter auf einmal ändern.

Ich habe Powerresins geschrieben. Ich hoffe auf Stellungnahme in den kommenden Tagen.

Ich werde ausserdem die Tür vom Ofen minimal offen lassen, dass mehr Luft reinkommt. (ich habe einen Uhlig U 24)

Ich hatte schon ein paar Güsse ohne die Macken. Ich will deshalb nicht sofort auf das Resin schließen.

Ich werde auf jeden Fall berichten!

Danke!


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BeitragVerfasst: 02.08.2021, 23:54 
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Tilo hat geschrieben:
welcher Drucker wird verwendet? (interessehalber, das tut ja zum Problem nichts zur sache)

ist das zuviel erwartet, auf Rückfragen einzugehn?


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BeitragVerfasst: 03.08.2021, 08:28 
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Zitat:
ist das zuviel erwartet, auf Rückfragen einzugehn?

Entschuldige, ich hab das vom Handy geschrieben und habe nicht alle Beiträge auswendig im Kopf gehabt. Da ist nicht so einfach mit Tabs und nachschauen und so.

Ich nutze einen Mars Elegoo Pro 2.

Falls jemand mal die Druckeinstellungen benötigt, kann er sich gerne melden. 95% meiner Drucke klappen problemlos.

LG


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BeitragVerfasst: 03.08.2021, 08:54 
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ok, mit Handy ist das natürlich mühsam
danke, die Einstellungen brauche ich nicht

der Drucker ist ja doch günstiger als ich dachte
ist halt wie bei den Tintenstrahlern: das Geld wird mit den Verbrauchsmaterialien verdient


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