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 Betreff des Beitrags: Re: Silberguss
BeitragVerfasst: 14.05.2008, 15:43 
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Platincent
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Registriert: 06.06.2006, 17:56
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Hey Tilo, ich kann es mir nicht nehmen lassen und muss doch was dazu schreiben - ich gebe zu, das es glaub ich die 3. oder 4. Version meines Textes ist, da ich irgendwie schwierigkeiten hatte ernsthaft zu antworten. :lach:

Tilo hat geschrieben:
und wenn du mir nicht glaubst, was hältst du vom geschätzten Buchautor Brepohl?
der schreibt in der mit vorliegenden 10.Ausgabe auf S.388 zum Thema (Schwefelsäure) Beize, daß man den heißen gegenstand an der luft abkühlen läßt oder in wasser ablöscht und wörtlich:
"keinesfalls darf er in heißem zustand in die beize geworfen werden"


Also der Name sagt mir irgendwie was :D
Aber ich denke Du hast meinen "Tipp/Vorschlag" in den falschen Hals bekommen...

Also nochmal: Was hat den der Werte Herr Dr.Brepohl in der 10.Ausgabe geschreiben, warum man nichts heiß in die Beize reinwerfen darf? (Mal abgesehen davon, das er es nicht schreiben dürfte, da er sonst hundertausende Rechnungen für zerfressene Pullover, Hosen usw. zzgl. Rechnungen für Cremes usw usf. bekommen würde)


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: 14.05.2008, 15:43 


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BeitragVerfasst: 16.05.2008, 09:10 
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Golddublone
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Ich misch mich mal kurz ein :10

Weißsieden von Silber in Schwefelbeize oder Alaun ist ja ganz nett.
Bin auch der Meinung, glühende Stücke dürfen nicht in die Schwefelbeize geworfen werden.
Hohlräume füllen sich mit Schwefel. Wir alle wissen, wie Silber den Schwefel mag :schlaumeier:
Aber wenn man meint, daß das Kupfer sich dadurch in den äußeren Schichten des Gebeizten Stücks verflüchtigt,
kann sich nur kurz freuen.
Mit dem Daumen ein wenig an der weißen "Sudhaut" reiben, und schon bist du im gehaßten Blausilber!!

Weißgesiedeter Silberschmuck sieht aber nett aus, macht guten Kontrast zu aufgelöteten Goldauflagen, und kann dadurch
besser verkauft werden.
Nach einem Tag des "tragens" ist das Weiß passe, und der Kunde merkt daß!



Zum Sepiaguss.
Beim Schmelzguteingießen die Flamme nicht in den Gußtiegel richten, sondern weich auf das gesammte
Sepiaguss Arrangement. So lange bis das Metall im inneren der Sepia nicht mehr flüssig ist. ca. 5 sec.
Das verhindert die Porenbildung. :10
Zumindest in den äußeren Schichten 1-1,5 mm.

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BeitragVerfasst: 16.05.2008, 09:17 
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Goldschmiedemeister
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Ewald hat geschrieben:
...
Zum Sepiaguss.
Beim Schmelzguteingießen die Flamme nicht in den Gußtiegel richten,sondern weich auf das gesammte
Sepiaguss Arrangement.So lange bis das Metall im inneren der Sepia nicht mehr flüssig ist.ca. 5 sec.
Das verhindert die Porenbildung. :10
Zumindest in den äußeren Schichten 1-1,5 mm.


Ich dachte es hilft wenn man die Flamme auf das linke Knie richtet. Wir sind uns doch einig das wir damit im tiefsten Unsinn stecken? :10

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BeitragVerfasst: 16.05.2008, 09:27 
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Silbercent
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Und im Klartext heisst das, man muss mit der Flamme so weit wie möglich von der Sepiaform entfernt bleiben, da diese augenblicklich zu verbrennen beginnt, wenn man mit der Flamme zu nahe kommt.
Ausserdem ist eine der herausragenden Eigenschaften von Sepia ja, dass es gerade die Temperatur von sich aus so lange hält, dass das Material ganz langsam abkühlen kann.
Die Flamme auf die Sepiaform zu richten ist absolut tödlich für die Form.

Es wäre ganz hilfreich nicht nur davon zu schreiben, dass irgendetwas Unsinn sein soll, sondern auch warum Herr Butschal.
Sollte meinen Ausführungen noch etwas hinzuzufügen sein, so möchte ich sie bitten dies zu tun, ich bin auch nur ein Anfänger, der in diesem Forum gerne etwas lernen möchte.


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BeitragVerfasst: 16.05.2008, 09:48 
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Goldschmiedemeister
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Donk hat geschrieben:
...
Es wäre ganz hilfreich nicht nur davon zu schreiben, dass irgendetwas Unsinn sein soll, sondern auch warum Herr Butschal.

Das Warum, hast Du doch wunderbar ausgeführt. :-)

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BeitragVerfasst: 16.05.2008, 10:04 
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Golddublone
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Tja,das denkt ihr :ja:

....aufs Knie Richten :lach: :lach:
Herr Butschal, ich mußte lachen.
Aber die Argumente von Donk zu unterstreichen finde ich halbwegs erstaunlich.

Ich habe aberhunderte Sepiagüsse gemacht, und ab dem Zeitpunkt da ich die Flamme
beim Eingießen auf die Sepiahülle richtete, hatte ich eben kein Problem beim Versäubern mit den ärgerlichen Poren.
Mein Sepia Schmuck wird aber nicht nachträglich geschmiedet. Nur im klassischen Sinne versäubert und hochglanzpoliert.

Donk hat geschrieben:
Und im Klartext heisst das, man muss mit der Flamme so weit wie möglich von der Sepiaform entfernt bleiben, da diese augenblicklich zu verbrennen beginnt, wenn man mit der Flamme zu nahe kommt.


Die Sepia brennt nur wenn mann volle Pulle mit aller Hitze zufeuert.
Ich rede von weicher Flamme.
Kalk brennt bekanntlich nicht wirklich so leicht :schlaumeier:

Donk hat geschrieben:
Ausserdem ist eine der herausragenden Eigenschaften von Sepia ja, dass es gerade die Temperatur von sich aus so lange hält, dass das Material ganz langsam abkühlen kann.


Ich hab einen Kübel Wasser am Boden Stehen. Nach 10 Sec werfe ich die Sepia mit dem Guss da rein. Sonst stinkts mir zu viel.

Donk hat geschrieben:
Die Flamme auf die Sepiaform zu richten ist absolut tödlich für die Form.


Bei mir spielt sich der Guss, ob 2 oder 3Teilig, im inneren der Sepiaschalen ab.
Ist also getrost untödlich für die Form :ja:

Hatte vergessen zu erwähnen, daß sich diese Methode der Porenverhinderung beim Sepiaguß auf meinen
Erfahrungsschatz bezieht, und es jedem freizustellen ist, wie er es letzlich macht.

Beste Grüße,
Ewald

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Zuletzt geändert von Ewald am 16.05.2008, 10:08, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 16.05.2008, 10:06 
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Silbercent
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Beiträge: 76
@Herrn Butschal
Hätte ich aber eher von einem Fachmann erwartet!
Nicht so von Oben herab darüber reden, dass das Unsinn sei und dann die Erklärung schuldig bleiben.
Finde ich irgendwie ganz schön daneben, wenn ich ehrlich bin.
Wenn ich schon ein Fachmann bin und in einem Forum tätig bin wo Hilfestellung erwartet wird, dann finde ich es etwas dürftig zu sagen "Das ist Unsinn" und die Erklärung warum es Unsinn ist einfach schuldig zu bleiben.


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BeitragVerfasst: 16.05.2008, 10:30 
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Silbercent
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Registriert: 04.07.2007, 09:24
Beiträge: 76
@Ewald,
siehste...hier krieg ich Infos die ich noch nicht hatte.
Ich giesse in Sepia immer offen, deshalb wäre meine Form sofort zerstört wenn ich die Flamme draufhalten würde.


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BeitragVerfasst: 16.05.2008, 10:51 
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Goldschmiedemeister
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Ewald hat geschrieben:
Tja,das denkt ihr :ja:

....aufs Knie Richten :lach: :lach:
Herr Butschal,ich mußte lachen.
Aber die Argumente von Donk zu unterstreichen finde ich halbwegs erstaunlich.

Ich habe aberhunderte Sepiagüsse gemacht,und ab dem Zeitpunkt da ich die Flamme
beim Eingießen auf die Sepiahülle richtete,hatte ich eben kein Problem beim Versäubern mit den ärgerlichen Poren.


Donk hat aber recht in der Aussage das Sepia als Wärmeisolator die Wärme der Flamme gar nicht auf das Gold im inneren der Formschalen übertragen kann.
Insofern kann es nur Zufall sein das ein Großteil der Güsse mit diesem Procedere gut gelungen sind. Gerade bei Gasporen ist durch die vielfältigen Möglichkeiten der Goldlegierungen und Silberlegierungen der Gasaufnahme im flüssigen Zustand und Gasabgabe in bestimmten Situationen, der Möglichkeiten so viele, das sich immer neue Legenden auch aus gelebten Erfahrungen bilden. Auch ich war während meiner Forschungen und Reihenuntersuchungen zu dem Thema in den 80 er Jahren nicht davor gefeit.

Auch wenn Donk hier mosert. Das Thema ist derart umfangreich das es allein ein Seminar füllt und ich werde es hier jetzt aus Zeitmangel nicht ausbreiten. Einen Einstieg gibt es dazu aber schon meinen Seminarunterlagen die im Netz auf meiner Seite zu lesen sind.

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BeitragVerfasst: 16.05.2008, 10:53 
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Goldschmiedemeister
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Registriert: 05.12.2005, 21:39
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Nachtrag:
Wenn man nach dem Guss die Flamme auf den Gußkegel richtet, hat das sehr wohl sinnvolle Auswirkungen.

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