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BeitragVerfasst: 15.01.2006, 20:14 
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Schmuck-Bewertertung - Schmuck-Gutachten - Schmuck-Schätzen


Liebe Besucher des Schmuck-Forums,

diese Rubrik bedarf meiner Meinung nach eine gesonderte Erklärung. Schmuck zu bewerten ist ein eigener Beruf und wird von Schmuckgutachter / Sachverständigen ausgeführt. Diese prüfen den Schmuck auf „Herz und Nieren“ und erstellen daraus eine Expertise / Gutachten welches eine verbindliche und verlässliche Aussage zu dem Schmuckstück macht. Diese Gutachten haben dann z.B. auch Bestand für die Versicherung oder vor Gericht.

Es liegt in der Sache der Natur,
dass eine Schmuck-Schätzung in einem Forum im wahrsten Sinne des Wortes NUR eine Schätzung ist. Kein Sachverständiger für Edelstein-Gutachten kann von einem Foto er erkennen ob z.B. der Stein ein echter Diamant ist oder ob der Edelstein Fehler hat ect. Kein Goldschmiedemeister kann per Bild prüfen ob z.B. der Ring wirklich 18 Karat hat oder falsch gestempelt wurde. Auch eine Altersdatierung kann, wie uns Funk und Fernsehen zeigen, auch nach intensiver vor Ort Überprüfung fehlerhaft sein.

Dieses möchte ich jedem hier zu bedenken geben, es kann im Internet nur eine grobe Einschätzung bei rauskommen. Wenn Sie eine richtige Schmuckschätzung haben möchten, erkundigen Sie sich bei der Handwerkskammer Ihrer Stadt / Bezirks nach einem Sachverständigen für Schmuckwaren. Jedoch Kostet dieses selbstverständlich auch sein Geld.


Gutachter und Sachverständige für Schmuck und Uhren:
Gutachter und Sachverständige müssen über eine fachliche Kompetenz, eine sogenannte "besondere Fachkunde" verfügen. Das Erwerben dieser Sachkunde ist wie folgt möglich:
  • ein für das Fachgebiet geeignetes Hochschulstudium mit Abschluss
  • mehrjährige Berufserfahrung bzw. Weiterqualifizierung auf dem entsprechenden Sachgebiet
Im Handwerk kann diese Kompetenz auch durch den Abschluss als Handwerksmeister mit entsprechender Berufspraxis zusammen mit umfangreicher fachlicher sowie rechtlicher Fortbildung erworben werden.

In Deutschland ist die Bezeichnung "Sachverständiger" nicht geschützt. Man unterscheidet:

  • freie Sachverständige
  • Behörden als Sachverständige
  • amtlich anerkannte Sachverständige
  • verbandsanerkannte Sachverständige
  • EU-zertifizierte Sachverständige gemäß ISO 17024
  • öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige

Noch ein kleiner Tipp am Rande:
Viele Käufer, Stichwort Ebay, verwechseln ein Zertifikat mit einem Gutachten. Ein Gutachten darf NUR von einem Sachverständigen ausgestellt werden (§ 1299 ABGB) und gibt das Objektive und neutrale Urteil eines Sachverständigen wieder. Ein Zertifikat kann jeder ausstellen, der sich dazu berufen fühlt. Hier können somit ominöse Versicherungswerte angegeben werden, die absolut nichts über den tatsächlichen Wert aussagen. Bei Gutachten mit Wertangabe muss Name, Adresse (Ausweisnummer) des Auftraggebers genannt werden, da der Gutachter gegenüber dem Auftraggeber für den Schätzwert haftet.



Lieben Gruß
Adminy

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Verfasst: 15.01.2006, 20:14 


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BeitragVerfasst: 02.08.2019, 15:28 
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Hallo,ich weiß nicht ob ich hier richtig bin,können sie mir eine Bewertung zu einen Schmuckstück machen?Lg


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BeitragVerfasst: 03.08.2019, 06:58 
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Goldschmiedemeister
Goldschmiedemeister
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Registriert: 05.12.2005, 22:39
Beiträge: 2977
Wohnort: München
Ja natürlich, nur hier 94464514nx1490/bewertungen-von-schmuckstuecken-f51/ einen neuen Thread eröffnen.

Bitte beachte folgendes:

Dafür brauchen unsere Fachleute aber einige, wichtige Informationen. So nach dem Motto „ratet mal, was das ist – ich weiß was, aber das sage ich erst, wenn ihr was geschrieben habt“ sind nicht nett, denn unsere Fachleute geben sich immer richtig viel Mühe mit Schätzungen und es ist deren Freizeit, die mit solchen „Kindereien“ vertrödelt wird.

Als Erstes bitten wir Dich, einen konkreten Titel zu wählen. „Bitte um Wertschätzung“ oder „was ist das“ sind wenig aussagekräftig und man findet die Threads nachher leichter, wenn man nochmal etwas nachlesen möchte.

Bei mehreren Schmuckstücken jeweils einen neuen Thread mit der Bezeichnung des Schmuckstückes eröffnen.

Wir bewerten ausschließlich Schmuckstücke, die sich in Deinem Besitz befinden und von denen eigene Fotos gemacht wurden/werden können und HIER hochgeladen werden. Bitte nicht über Fremddienste hochladen und/oder verlinken, da dort oft die Bilder komprimiert werden und man nicht mehr viel erkennen kann.
Fremdbilder werden aus Urheberrechtsgründen – auch Kommentarlos – immer gelöscht.

Gut ist schon mal, wenn Du uns alles erzählst, was Du über das Schmuckstück weißt:

1. Wie alt?
2. Woher kommt es?
3. Wie viel hat es mal gekostet (wenn bekannt)?
4. Wie schwer ist es?
5. Welche Steine (wenn bekannt)?
6. Welches Material (Gold, Silber, Platin, Messing usw.)?
7. Welche Legierung (800, 925, 333, 585, 750, 900, 950)?
8. Welche Stempel (Hersteller etc.) sind drauf.

Stempel sind wichtig für die Bestimmung des Feingehaltes, so wie die Maße und das Gewicht.
Stempel, die zusätzlich zu den Feingehaltsstempeln vorhanden sind, können in den meisten Fällen keinem Hersteller oder Händler zugeordnet werden, weil es sehr viele wenig bekannte Schmuckhersteller gibt und kein zentrales Verzeichnis der Punzen existiert. Nur bei antiken Schmuckstücken kann manchmal eine Zuordnung nach Punzen und Stempeln erfolgen.

Natürlich kann man nicht immer alle oben genannten Punkte beantworten, grade bei den Steinen ist es oft ganz schwierig, das macht aber nichts. Wenn Du alles schreibst, was über das Schmuckstück weißt, dann reicht das – irgendwas raten brauchst Du nicht.

Ganz wichtig sind auch gute, hochauflösende Bilder – möglichst bei Tageslicht und auf weißem und glatten (!) Papier.

Omas gehäkeltes Deckchen ist ganz sicher hübsch, die bunte Tischdecke ansprechend und ein ordentlicher Blitz macht richtig schön hell – aber das alles verfälscht Farben und macht es unseren Fachleuten schwer, ein gutes Urteil abzugeben.

Die meisten Digitalkameras haben eine Makrofunktion – erkennbar an dem „Blümchen“-Symbol. Probier´ es einfach mal aus.

Welche Bilder sind hilfreich?
1. Vorderseite
2. Rückseite
3. Seitenansichten
4. Detailbilder z. B. von Stempeln, Fassungen usw.

Die Schärfe stellen die Apparate heute automatisch ein, meist auf das, was ihnen mittig vor die Linse gehalten wird. Damit es klappt, muss der Hintergrund glatt und neutral weiß sein. Am besten ein weißes Blatt Kopierpapier. Kleine Details kommen besser raus, wenn man eine Lupe vor das Objektiv hält.
Licht ist wichtig, die beste Ausleuchtung bekommt man bei Tageslicht ohne direkte Sonneneinstrahlung, da werden die Farben auch am wenigsten verfälscht.

Ach ja … und wenn Du hochglanzpolierte Flächen fotografierst – achte darauf, dass Du selbst angezogen bist. Du glaubst gar nicht, was sich alles in diesen glänzenden Flächen spiegeln kann – aber wir lachen auch gerne mal herzlich über ungewollte Spiegelungen.

Fazit: Je mehr Mühe Du Dir gibst (und ich weiß, das kostet Zeit und macht Arbeit, aber es wird sich garantiert lohnen), eine Anfrage auszuarbeiten, desto schneller und treffender können - wenn möglich - unsere Fachleute Dir völlig kostenfrei einen super Kenntnisstand über Dein Schmuckstück zukommen lassen.

Zum Schluss gib bitte gleich an, ob das Schmuckstück verkauft werden soll oder der Versicherungswert gesucht wird. Wir geben nur einen der Werte an (wenn wir können), alles andere gäbe nur Verwirrung.

Bitte hebe Dir den Link zu Deinem Thread auf und berichte uns später, was damit passiert ist auch, wenn Du es verkauft hast. So eine Rückmeldung freut uns immer.

von Mhorgaine erstellt
von: Heinrich Butschal

_________________
von: Heinrich Butschal
--
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