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BeitragVerfasst: 12.08.2006, 12:22 
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Silberstaub
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Unser Administrator hat mich gebeten, meine Frage hier einzustellen, nachdem ich die zunächst bei meiner Vorstellung eingebracht habe. Also tue ich das:


Bei meinen Versuchen, Steine zu fassen, gerate ich immer wieder mit der Schmirgellatte an die Steine und diese werden an diesen Stellen milchig. Was kann ich tun, um das zu vermeiden bzw. zu beheben?

Um das Bilde zu komplettieren, füge ich auch die bereits eingegengene Empfehlung von Ewald hier ein:

Ewald hat geschrieben:
Benütze Nagellack um die Steine vor deiner Schmirgellatte vorübergehend zu schützen.

Zum schluss kommt der Nagellack-Entferner.

Geht nicht bei Koralle wegen der chemischen reaktion. Denke ich.


Natürlich habe ich mich über diesen Tip von Ewald riesig gefreut. Steht weiterhin die Teilfrage im Raum, wie man z.B. einen angeschmirgelten Turmalincabochon 'retten' kann.

_________________
Peter Leister
http://www.art-ist.ch


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Verfasst: 12.08.2006, 12:22 


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 Betreff des Beitrags: Beleidigter Thurmalin-Cabochon
BeitragVerfasst: 15.08.2006, 17:03 
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Golddublone
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Beim versäubern der Fassung nach dem Fassen ist Vorsicht immer äuserstes Gebot.

Ist es ein Stein vom Kunden,kann man gleich anfangen laut zu weinen.

Ist der Stein Teil einer künstlerischen Kreation,kann man sagen ."Das muss so sein,es gehört dazu!"

Im übrigen expandiert nun die Goldschmiederei über die Fasserei hin zur jahrtausende alten Kunst der Steineschleiferei.


Die beleidigte Stelle ,je nach Beschädigungsgrad mit von fein bis allerfeinstem Schmirgelpapier ausgiebig beschmirgeln.

Nicht mehr kaputtmachen als es schon ist.

Im Anschluss das Silberputztuch von Hagerty auf den sauberen Tisch legen.
Ein wenig Cer-Pulver auf eine Fläche von ungefähr 3Quadratcentimeter des Tuches verteilen und dann den Stein befeuchtet oder angespuckt
nun an seinen feinst geschmirgelten Stellen wie wild :fight: darauf hin und her zu wetzen.

Cer-Staub nicht einatmen,darum befeuchten.
Das Tuch kann auch ganz nass sein.Mir persönlich spritzts dann aber zu viel.

Bei einem Cabochon dieses Härtegrades funktioniert das eigentlich recht gut.

Grüsse
Ewald


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BeitragVerfasst: 15.08.2006, 20:33 
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Platincent
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@ewald: hehe, ah - das kenne ich. so mancher Stein brauchte ein paar neues facetten nach dem Fassen oder ist nur einfach einen Hauch zu groß. Zudem lasse ich besser nie was von dir anfertigen - sonst bekomme ich mal die antwort "ne goOse - mattierte Turmaline sind der letzte Schrei!" :lach:

ich habe das ganze etwas anders gelöst. Klingt zunächst etwas abenteuerlich, geht aber wirklich gut. Nachdem ich auf einer Ausstellung war, und einem Steinscheifer einige Zeit über die Schulter geschaute, habe ich mir mal einen kleinen Notbehelf fürs Steine schleifen selbst gebaut.

Also ich habe eine Hartholzscheibe rund abgedreht und sehr fein geschliffen. Auf einer Seite habe ich 2000 Schmirgelpapier aufgeklebt. Jedoch mit einem Kleber der es erlaubt, die Papiere zu wechseln. Die andere Seite habe ich ebenfalls fein geschliffen und nichts weiter dran gemacht. Damit ich die Holzplatte leicht pntieren kann, habe ich eine Mittelwelle mit Bohrung und Schrauben. Diese kann ich auf einen langsam laufenden Kratzmotor montieren. Wenn ich nun einen Stein nachschleifen muss, baue ich mir einen Turm aus Bretteinsen, welche bis zu der Schleiffläche hinaufragen. So kann ich den Stein mit Auflage, grade und gleichmößig gegen die Scheibe drücken. Die andere Seite benutze ich zum Polieren. Dazu habe ich ganz einfach Öl mit viel Diamantiere vermischt und kann die Scheibe damit beschmieren. Also Schleife ich die gewünschten Facetten mit der rauen Seite und mit der anderen kann ich Streifenfrei polieren. Stellt man sich wohl abenteuerlich vor, geht aber wirklich sehr gut. Wichtig ist nur, das die Scheibe wirklich rund läuft.

Dadurch, das das Holz so hart und die polierseite so fein ist, kann man mit der polierseite auch gut runde Steine beischleifen.

Bild


Grüße
goOse


Zuletzt geändert von goOse am 15.08.2006, 22:33, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 15.08.2006, 20:43 
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Praktikant
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Beiträge: 17
Ich nehme nie eine Schmirgellatte, sondern eine feine Feile und decke
den Stein and der Stelle, an der ich gerade feile, mit meinem Fingernagel
ab. Ich feile dabei sehr vorsichtig und poliere zum Schluss den Rand mit
dem grünen Gummirädchen.


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BeitragVerfasst: 15.08.2006, 22:54 
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Golddublone
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Hallo GoOse

Spitzenklasse!!kann ich da nur sagen.
Dein Beitrag ist Gold wert.
Da ich kein Fasser bin braucht mir keiner was zu schicken.

Hi Mr.Silver

Ich machs genau so.

Aber ich mag die grünen Gummiräder nicht.
Dafür nehm ich den dicksten Zylinder-Fräser und wickle feines Schm.Papier darum.Fixiert mit Bindedraht.
Das Schm.Papier muss länger sein als der Fräs-Kopf.
Hat nur Vorteile.


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BeitragVerfasst: 15.08.2006, 23:00 
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Praktikant
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Hi Ewald............................ich bin eine "Mrs. Silver" ;D


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BeitragVerfasst: 16.08.2006, 12:25 
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Platincent
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Beiträge: 594
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Ewald hat geschrieben:
Dafür nehm ich den dicksten Zylinder-Fräser und wickle feines Schm.Papier darum. Fixiert mit Bindedraht.
Das Schm.Papier muss länger sein als der Fräs-Kopf.
Hat nur Vorteile.


aber wäre das hier nicht einfacher? einfach das schmirgelpapier an einer seite einklemmen und aufwickeln.... ;D

Bild Bild

gibt es in verschiedenen stärken und auch konisch... ist ein pfennigartikel.

liebe grüße
goOse


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BeitragVerfasst: 16.08.2006, 12:43 
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Golddublone
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Beiträge: 251
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Hallo GoOse

Es ist ein Pfennig-Artikel und bleibt das auch.

Das aufgerollte Schmirgelpapier hat im Schnitt eine für mich unbrauchbare Form.

Bei der ca. 1 cm Zylinderfräservariante ist der Schnitt ziemlich Kreisrund. :ja:

Grüsse
Ewald


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BeitragVerfasst: 16.08.2006, 13:07 
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Platincent
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Beiträge: 594
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Hallo Ewald,

war ja nur ein nett gemeinter tipp :)
mit bindedraht festbinden klingt so nach gefummel :D

grüße
goOse


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BeitragVerfasst: 16.08.2006, 13:33 
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Golddublone
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Beiträge: 251
Wohnort: Wien
Hi GoOse

Ist nicht so tragisch.

Das Gefummle zahlt sich , meiner Meinung nach aus. :top:


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