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 Betreff des Beitrags: Ein Würfel in Mokume Gane?
BeitragVerfasst: 01.11.2016, 23:12 
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Platincent
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Hallo!

Ich bin ja, wie Einige vielleicht gelesen haben, totaler Neuling in diesem Metier - neugierig und interessiert an allen Techniken. Mokume Gane habe ich hier gesehen und finde ich sehr interessant, nun meint mein Sohn, dass er sehr gerne einen derartig gefertigten Würfel hätte.

Ich kann das natürlich nicht, aber jemand von euch hier sicher? Die Frage ist, was würde das kosten ( nicht die teuerste Metallvariante ;D, was wäre denn möglich?).
Würde mir überhaupt jemand ein Einzelstück (oder bei passendem Preis 2-3) anfertigen?

Evtl. wäre das ein Weihnachtsgeschenk....

Liebe Grüsse
Heidrun


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: 01.11.2016, 23:12 


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Würfel in Mokume Gane?
BeitragVerfasst: 01.11.2016, 23:19 
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kann es sein, daß da winzige Details noch fehlen, z.B. die Größe?

und, ob das wirklich ein Objekt in typischer Würfelgröße und Benutzbarkeit (stark abgerundete Ecken) sein soll oder ein Schmuckstück wie ein Kettenanhänger mit Kettenöse oder Durchgangsloch


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Würfel in Mokume Gane?
BeitragVerfasst: 01.11.2016, 23:24 
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Platincent
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:lach: :lach: ja, könnte sein - so ist das, wenn man das Stück selbst vor dem inneren Auge hat!

Ja, es soll ein typischer, benutzbarer Würfel sein - meine Söhne sind Spielernaturen - welche durchschnittliche Grösse hat so ein Würfel? 1,5 cm ??

LG


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Würfel in Mokume Gane?
BeitragVerfasst: 01.11.2016, 23:45 
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bin zwar nicht so der Mokumespezialist, gebe aber trotzdem schon ein paar Hinweise

macht man ihn/sie vollmassiv, wird man wohl eher nur schräge linien über die Seiten bekommen
feinere/fleckigere/ungleichmäßige Muster wären erreichbar durch hohle Montage dünner stark strukturierter Bleche
bloß ist da der faktor Arbeitszeit recht hoch und das Problem, stark abgerundete Ecken hinzubekommen
der Hohlkörper wäre eigentlich sehr scharfkantig und wenn man die Ecken abfeilt, entstehen Löcher

müßte dann recht dickes Blech sein, wo man aber optische Probleme bekommt, wenn die Lötfugen als scharfe Musterunterbrechungen parallel zu den Kanten sichtbar sind

also vielleicht doch besser massiv:
einen fetten barren schweißen, tordieren, vierkant feilen, Würfel absägen, abrunden
oder: den Vierkant aus 4 dünnen tordierten Vierkant zusammenlöten und nochmal etwas tordieren

experimentell
Faktor Zeit nicht so relevant, wenn du das selbst machen würdest


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Würfel in Mokume Gane?
BeitragVerfasst: 02.11.2016, 00:05 
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Platincent
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ich dachte eigentlich schon an massiv!

Selbst machen würde ich gerne, trau mir das aber bei Weitem nicht zu (du hast vielleicht meine ersten Schritte hier verfolgt ;) ), ich hab ja noch Probleme mit den grundlegendsten Dingen!
Auch wenn ich den Barren fertig kaufen würde - tordieren, da kenn ich gerade erst das Wort ....
Und wie ist das mit den Würfelaugen? Ätzen, anbohren oder ??? Muss so ein Würfel nicht irgendwie geeicht sein??

Du siehst, ich stelle laienhafte Fragen - aber ich bin gespannt auf die Antworten!


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Würfel in Mokume Gane?
BeitragVerfasst: 02.11.2016, 01:58 
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Darf ich noch einwerfen, dass bei massiver Ausführung der "Verschnitt" recht hoch sein dürfte?

Und: es gibt keine so ähnlichen Objekte, weil sich das keiner antun mag. Da müsste schon wirklich einiges an Kohle winken. Auch um Versuch und Irrtum abzudecken.

Die fertigen Module dürften die Größe auch gar nicht hergeben. 4 tordierte zusammenlöten, wie kriegste die 4kant, hm 15mm (+) tordiern? Von Hand? Brauchste ein langes Stück . Das so entstehende Muster wäre sicher interessant.
Zitat:
wo man aber optische Probleme bekommt, wenn die Lötfugen als scharfe Musterunterbrechungen parallel zu den Kanten sichtbar sind
auf Gehrung arbeiten.

Claymokume wäre eine Option, aber habe ich selber noch nie gemacht. Gibt aber Leute, die das machen.
Soll gelegentlich auch Kurse für letzteres geben, entweder bei R. Schwarz, die die Claybücher auf deutsch geschrieben hat oder bei Efco-Erler in der Pfalz. Der Kurs bei Frau Schwarz dauert 3 Tage und ist entsprechend kostspielig. Auch SusanD veranstaltet Kurse, ob für Claymokume weiß ich nicht. http://www.artclay-world.de/kursprogramm.html

_________________
Machst du gern selber Schmuck, dann geh
zu http://www.silberschmuckkurse.de


reim dich oder ich fress dich!


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Würfel in Mokume Gane?
BeitragVerfasst: 02.11.2016, 07:38 
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Platincent
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Registriert: 03.10.2016, 17:14
Beiträge: 551
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okay - leuchtet mir alles ein - dann muss er warten, bis ich es VIELLEICHT mal lerne :lach:
Ja, vom Claymokume hab ich auch schon gelesen - aber abgesehen davon, dass es in Ö nirgends angeboten wird, wärs mir jetzt auch zu teuer.
Naja, grad gelesen, Neustadt in der Pfalz - in der Gegend bin ich doch hin und wieder - wer weiss....

Danke erstmal!


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Würfel in Mokume Gane?
BeitragVerfasst: 02.11.2016, 09:44 
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Platinfeilung
Platinfeilung

Registriert: 14.01.2016, 07:03
Beiträge: 389
frei hat geschrieben:
Die Frage ist, was würde das kosten ( nicht die teuerste Metallvariante , was wäre denn möglich?).
Nicht alles ist möglich aber man kann viele Buntmetalle, Kupfer - Messing - Bronze - Neusilber, miteinander verschweißen. Mit und auch ohne Silber gibt es schöne Kombinationen. Ohne dir jetzt ein Angebot zu machen müsstest du, auch bei billigem Material, wohl mit einer Dreistelligen Summe im unteren Bereich rechnen. Wenn man den Barren groß genug bekommt um drei Würfel daraus zu machen relativiert sich das natürlich. Der Barren ist meiner Meinung nach der Kostentreiber.

frei hat geschrieben:
welche durchschnittliche Größe hat so ein Würfel? 1,5 cm ??
15 mm ist wohl die Standartgröße, je nachdem welcher Spielehersteller die aus gibt. Aber nur Kasinowürfel haben eine Einheitsgröße und sind geeicht. Gewicht und Abmessungen unterliegen da einer sehr genauen Kontrolle. Da sind die Kanten auch nicht gerundet.

frei hat geschrieben:
Und wie ist das mit den Würfelaugen? Ätzen, anbohren oder ???
Ich würde die nur anbohren und vielleicht mit einem Kontrastmaterial hinter-einlegen.

Ein Würfel wäre ein interessantes Projekt. Meine Vorredner/Schreiber haben aber alle samt Recht. Du müsstest dir erst mal Gedanken über die Oberfläche machen. Also wie soll der Würfel eigentlich aus sehen.
Danach müsste man einen Barren brennen und sich je nach der Oberfläche weitere Arbeitsschritte überlegen.

Ich persönlich würde vielleicht eher eine ( Dicke ) Blechvariante bevorzugen/versuchen, da hätte man die Chance das keine Löcher raus kommen. Wenn es klappt sind da die Muster auch abwechslungsreicher. Das ist aber immer Geschmackssache. Aber die Löt Kante ist da, wie Tilo schreibt das Problem, müsste man mal machen um es zu sehen.

El Kratzbürscht hat geschrieben:
Claymokume
sehr interessant


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Würfel in Mokume Gane?
BeitragVerfasst: 02.11.2016, 09:53 
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Platincent
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Registriert: 03.10.2016, 17:14
Beiträge: 551
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danke für die ausführliche Antwort! Jetzt habe ich schon eine ungefähre Vorstellung. Ich werde an dem Thema dranbleiben - es wird aber wohl nicht mehr in diesem Jahr als Weihnachtsgeschenk in Betracht kommen.

LG


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Würfel in Mokume Gane?
BeitragVerfasst: 02.11.2016, 10:12 
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daß die Casinowürfel scharfkantig sind, war mir neu

klar, auf Gehrung montiert, null Problemeo ;-)

und am Ende ist es dann villeicht so, daß ein ganz Teil der Optik durch die Würfelaugen zerstört wird oder die Augen selbst in den Mustern gar nicht gut ablesbar sind

ist echt ein Projekt für Selbermachenr


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