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 Betreff des Beitrags: Re: Hydrozonlötgerät
BeitragVerfasst: 23.06.2020, 13:32 
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Silberschatz
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cantony hat geschrieben:
Tut mir sehr leid, wenn ich den Eindruck erwecke, dass eure Posts bei mir versacken. Ich kann euch versichern, dass dem nicht so ist.

Naa, schon ok Ich hatte nur angenommen, ich hätte meine Fragen verständlich genug formuliert. :gruebel:

cantony hat geschrieben:
Ich bin nur nach wie vor überfordert mit dem Thema und für jemandem der keine Ahnung von der Funktionsweise des Gerätes hat und einfach anschaltet und benutzt, ...

Nur gut, dass Dir niemand 'nen 10kW-Hochleistungslaser zum Schweißen angedreht hat. Auch den kann man im Prinzip einfach "anschalten und benutzen". :violent3:

cantony hat geschrieben:
...ist eure Hilfestellung wenn umso ausführlicher desto angsteinflössender....

Tja: Das Leben ist eines der härtesten und endet meist tödlich. Und autogenes Löten / Schweißen ist nunmal kein Ponyhof. :flower:

cantony hat geschrieben:
Ich muss jetzt erstmal die Gebrauchsanweisung durchackern ...

Doch, das wäre nach 8 Jahren Gebrauch des Gerätes sicher empfehlenswert.
(Eines der allerersten Akronyme, welches in den 90er Jahren in Fachforen gebildet wurde, war

"RTFM")
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von ... Netzjargon)#R

Ich weiß nicht, wie ausführlich und informativ Dein Manual ist. Mangels verfügbarem für "Lötstar 120" habe ich mir mal das für die aktuelle Generation heruntergeladen. Vielleicht ist das ja auch für Dich informativer:
http://data.dt-shop.com/fileadmin/media ... ga_deu.pdf

cantony hat geschrieben:
... um rauszufinden wo zum Teufel das Elektrolyt nachgefüllt werden muss ,dann überlege ich mir, ob ich das tatsächlich auch alleine tun möchte.

Nein, das möchtest Du NICHT alleine tun.
- Zumindest nicht, bevor Du weißt, was Du da tust und
- Dir, falls überhaupt erforderlich, notwendige Gerätschaften dazu besorgt hast.
Schon, weil Du dazu erst einmal den alten entfernen müsstest.
(uraltes physikalisches Prinzip: Wo sich ein Körper, und sei es ein flüssiger, befindet, hat ein anderer keinen Platz.)

cantony hat geschrieben:
Ich fand es schon erschreckend das destillierte Wasser nachzufüllen.

Aber Du hast es, wenn auch mit leichtem Gruseln, trotzdem regelmäßig gemacht? (Und hoffentlich nichts anderes, auch kein Ottonormal-Leitungswasser, kein Weihwasser, Mineralwasser, sei es auch Bio, Früchtetee, Fairtrade-Kakao, ...)

cantony hat geschrieben:
Warum steht an einer Öffnung in die WASSER nachgefüllt wird man soll bitte Schutzbrille und Handschuhe anziehen :shock: .

Weil das zufälligerweise die Öffnung zu dem Gefäß ist, in dem sich, direkt unter dem Löchlein für das WASSER (also bitte auch nicht mit dem Finger den Füllstand prüfen wollen!) der Elektrolyt befindet. :ertrink:
Letzterer besteht aus WASSER und einer ausgesprochen aggressiven Chemikalie (deren Aggressivität sich natürlich auf den Elektrolyten vererbt) mit der Formel KOH, Kaliumhydroxid, im Volksmund als Ätz(!)kali bekannt. Das Produkt nennt sich dann Kalilauge.
Während letztere sich lt. Werbeaussagen angeblich nicht verbrauchen soll (Und im Normalbetrieb auch nur in sehr geringem Maße tut. Aber was weißt Du über den Betrieb des Gerätes, bevor es in Deinen Besitz übergegangen ist? Außerdem läppert sich auch ein noch so geringer Verbrauch über 20 Jahre zusammen), ist ersteres, das H2O, die Quelle für Dein Brenngasgemisch.
Profanes Wasser mit der bekannten chem. Formel H20 ist letztlich nichts anderes als schon einmal mit Sauerstoff verbrannter Wasserstoff :!:
Nun haben kluge Leute herausgefunden, dass man diese Verbrennung quasi wieder rückgängig machen kann, indem man durch das Verbrennungsprodukt H2O einen entsprechenden elektrischen Strom leitet, also wieder Wasserstoff und Sauerstoff, zwar miteiander vermischt (ginge auch anders), aber als elementare Gase erhält, die man nunmehr erneut verbrennen kann, um z.B. Schmuck zu löten.
Nun ist reines Wasser äußerst unwillig, überhaupt elektrischen Strom zu leiten, weswegen man es mit geeigneten Mitteln in einen Elektrolyten (= elektrisch leitende Flüssigkeit) verwandelt, und dafür hat sich bewusstes KOH als zweckmäßig erwiesen.
Das in Wasserstoff 'H' und Sauerstoff 'O' zersetzte Wasser fehlt dann natürlich, weshalb man es nachfüllen muss, um Füllstand und Konzentration des Elektrolyten halbwegs konstant zu halten.

cantony hat geschrieben:
Auch die Zeit in der sich der Druck abbaut habe ich jetzt mal nachgemessen. Der geht ziemlich konstant innerhalb von 5 Stunden runter. Als ich das Gerät übernommen habe hielt sich der Druck immer einige Tage, ...

Nicht unbedingt exzellente Dichtheit, aber m.E. deutlich unterhalb einer Schwelle, die ich als 'akut besorgniserregend' betrachten würde. Die Zunahme der Leckage ist aber 'ne eindeutige Empfehlung für neue Dichtungen.

cantony hat geschrieben:
... aber das Problem mit dem Anzünden war damals auch schon wenn ich es mal 2 Wochen nicht benutzt habe.

Also die 'gefühlten' fünf, gemessenen zwei Minuten? Falls das nicht konstruktionsbedingt sonder ein Gerätefehler ist, wird die Lokalisierung etwas komplex. Daher machen wir's wie unsere 'classe politique' uns stellen es erst einmal zurück. :panik:

cantony hat geschrieben:
In dem Glaskolben links ist Ethanol drin, ...

Prost. :sauf:

cantony hat geschrieben:
... der rechte blieb die ersten 5 Jahre immer vollständig leer. Jetzt tropft da auch ab und an Flüssigkeit rein und sammelt sich. Ist das OK?

Ein ganz definitves Jein. :!:
Das Glas dient der Trocknung des Knallgases, wozu es ein Element (sg. Filterkerze) enthält, das Feuchtigkeit adsorbiert, die sich später als Kondensat niederschlägt und ab uns an entfernt werden muss. (wahrscheinlich gibts auch dazu eine Empfehlung für 'Schutzbrille und Handschuhe' in Deinem Manual.) Wenn sich da 5 Jahre nichts getan hat, liegt's vielleicht an der jeweils kurzen Betriebsdauer und den langen Pausen dazwischen. Und wenn sich, ohne dass sich die Art der Benutzung geändert hätte, nun doch etwas tut, könnte (muss nicht) das ein Indiz sein, dass die Filterkerze verbraucht ist / gewechselt werden sollte. (Natürlich mit Schutzbrille und Handschuhen!). Das beträfe ggf. den Bereich 'Verstopfungen'. :flush

cantony hat geschrieben:
Je mehr ich schreibe desto mehr denke ich, dass ich mir eine Wartungsfirma suchen werde.

- Frag mal vorsichthalber die Preise an. Nicht vergessen: Die sind auf GOLDschmiede und Dentallabors (auch 'ne Art GOLDgräber) abonniert. Zitat nach einem alten Barden: "Und wenn die GOLD sagen, dann meinen die GOLD."
Der Service (turnusmäßig und per Software erzwungen, bei den neuen Geräten alle 2 Jahre) findet vor Ort statt (von notwendigen Reparaturen mal abgesehen). Du kannst das Teil nicht einfach komplett, incl. Elektrolyt etc., einpacken und in die nächste Werkstatt schicken.
Je nach Anfahrt kann da schon ein stolzes Sümmchen zusammenkommen, bevor der Servicetechniker bei Dir die erste Tasse Kaffee getrunken hat.

Und bei Deinem Verbrauch (in 8 Jahren 100 Betriebsstunden), wirst Du für den Preis einer einzigen Wartung vermutlich die komplette Ausrüstung plus 'nem 20 Jahre Vorrat an Brenngas und Sauerstoff zum Löten / Schweißen mit Gas / Sauerstoff bekommen. *)

cantony hat geschrieben:
Jedenfalls bin ich immer dankbar über eure Antworten und freue mich natürlich, dass ihr auch noch Spass dabei habt :lach:

Hey, ich hab die 70 deutlich hinter mir. Meinst Du, ich würde freiwillig noch was tun, was mir keinen Spaß macht? (Nein, Quatsch, ich helfe natürlich gerne, insbesondere wenn ich dabei auch noch mit meinen umfassenden Kenntnissen protzen kann.) Schließlich sind intelligente alte Säcke die perfekten Hedonisten.
Nur die blöden Masochisten machen es sich auch noch vor dem finalen Abflug schwer. :angel10:

*) Wenn wir von den 100 Betriebsstunden bei unrealistischer 100% Vollast ausgehen, entspräche der erzeugte Wasserstoff vom Brennwert her etwa 2kg (~ 4 Liter flüssig) Propan (hast Du ja, wie erwähnt eh schon) à 1,50€ / kg, die 4.000l Sauerstoff der Füllung einer 20l Flasche mit 200 bar für 41€ + einmalig ~165€ Flaschennutzung, beliebig lange.


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: 23.06.2020, 13:32 


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 Betreff des Beitrags: Re: Hydrozonlötgerät
BeitragVerfasst: 23.06.2020, 13:51 
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daß sie propan schon hat, hab ich bisher überlesen
dann ist das größte Gefahrenpotenzial dieser Alternative eh schon im haus?
dann brauchts ja nur noch ein Sauerstofffläschlein nebst Druckminderer und Gebrauchsstellenvorlage und Microbrennerchen und der ganze technisch komplexe Elektrolyse-Firlefanz kann verkauft werden
ich komm Jahre hin mit meiner Sauerstoffflasche (die ich nur für manche Schmelz-und Lötarbeiten nutze)

was mag der Vorteil von Ätzkali gegenüber z.B. Soda sein?
mit letzterem mach ich ja mehr so nebenerwerbsmäßig Elektrolyse in die Werkstattluft als Abfall bei der Schmuckentsulfidierung


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 Betreff des Beitrags: Re: Hydrozonlötgerät
BeitragVerfasst: 23.06.2020, 17:12 
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Silberschatz
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Tilo hat geschrieben:
daß sie propan schon hat, hab ich bisher überlesen

Hier war's: :n186:
94464514nx1490/fachfragen-fachbegriffe-fragen-von-laien-an-die-profis-f38/hydrozonloetgeraet-t4780.html#p25816
Zitat:
cantony hat geschrieben:
" ... Ich selber benutze es sehr selten, weil ich die größeren Sachen mit dem Propan mache und auch nur wenig arbeite (also in der Werkstatt ;) )"

Zitat Ende

Tilo hat geschrieben:
dann ist das größte Gefahrenpotenzial dieser Alternative eh schon im haus?
dann brauchts ja nur noch ein Sauerstofffläschlein nebst Druckminderer und Gebrauchsstellenvorlage und Microbrennerchen ...

Exakt, wobei ich speziell bei letzterem nicht sparen würde. Mein :n10: Rothenberger Roxi-Teil hat mir über die Jahrzehnte manches graue Haar beschert, aber inzwischen haben wir uns in einer Art Hassliebe aneinander gewöhnt. :angryfire
(Hab' letzthin mal 'nen Greggersen Micromax in der Hand gehabt: Die Einstellung klappt da so fein und unmittelbar, als sei die Flamme direkt ans Drehnöpfchen angebunden.)

Tilo hat geschrieben:
... und der ganze technisch komplexe Elektrolyse-Firlefanz kann verkauft werden
ich komm Jahre hin mit meiner Sauerstoffflasche (die ich nur für manche Schmelz-und Lötarbeiten nutze)

Habe im letzten Herbst nach ~ 10 Jahren mal wieder bei Hornbach 'ne 10 Liter O2 Flasche besorgt. Füllung 36,-€ + 119,- einmalige Nutzungsgebühr. Werde ich wohl in diesem Leben nicht mehr leer machen.
Mein 2 Liter Fläschchen für überallhin davon abgefüllt, ist immer noch fast halb voll. Zusammen mit 'ner 08/15-Eurokartusche für 'nen 5er auch recht mobil. Ok, Mobilität ist für Goldschmiede vielleicht nicht die erste Priorität, aber als Panzerknacker kannst Du Dir ja nicht aussuchen, wo der Tresor steht.

Wem 10 Liter zuviel sind: 'Ne 2Liter Kaufflasche, gefüllt und incl. Druckregler gibts hier für ~120 Schlappen,
https://www.hausundwerkstatt24.de/Umsti ... toffregler
ohne Regler für ~105,-;
https://www.hausundwerkstatt24.de/Sauer ... befuellbar.
Die 400 Liter O2 entsprächen Tines durchschnittlichem Bedarf für ~8 Monate, in jedem 2. Baumarkt für 20,- ... 30,- € tausch- / wiederbefüllbar. Oder beim befreundeten GWS-Installateur gegen das Aufpolieren des Halskettchens der Verlobten.
Für Minimalisten gibt's übrigens auch 0,67 Liter O2-Fläschlein. Niedlich.
https://www.hausundwerkstatt24.de/Sauer ... thenberger
Und immerhin >130 Liter Sauerstoff, die Produktion von Tines Lötstar in ~3,5 Std. bei 100% Vollast.

Tilo hat geschrieben:
was mag der Vorteil von Ätzkali gegenüber z.B. Soda sein?
mit letzterem mach ich ja mehr so nebenerwerbsmäßig Elektrolyse in die Werkstattluft als Abfall bei der Schmuckentsulfidierung

Wie Du richtig schreibst:
"der ganze technisch komplexe Elektrolyse-Firlefanz"
Der ist nicht nur technisch komplex, sonder auch chemisch / physikalisch. Die Vorgänge im Elektrolyten / an den Elektroden sind tatsächlich äußerst vielfältig.
Ein paar Stichpunkte:

- Beständigkeit des Elektrolyten,
- Beständigkeit von Werkstoffen (z.B. Elektroden / Reaktionsgefäß, ...) gegenüber dem Elektrolyten, auch bei erhöhten Temperaturen / Drücken.
- Erforderliche Elektrolyse-Spannung, erreichbare Leitfähigkeit des Elektrolyten, damit und mit anderem verbunden
- Der Wirkungsgrad des Prozesses.
(Im Gegensatz zu Deiner 'Entsulfidierung' wird hier ja richtig Leistung im kW-Bereich umgesetzt. Ob Du 100W in Wärme verbrätst oder 500W, macht da schon 'nen Unterschied. Zwar wohl kaum bzgl. der Energiekosten, aber schließlich entsteht die Wärme im Reaktionsgefäß und muss da irgendwie wieder rausgeholt werden. Wer möchte schon überkochende Elektrolytflüssigkeit?) :säureschuss:

Im Prinzip kannst Du natürlich mit annähernd beliebigen Säuren, Basen, neutralen Salzen (was halt so in Ionen dissoziieren kann) Elektrolyte bilden. Meist wird es, eher schlecht als recht irgendwie mit der Wasserelektrolyse klappen. Nebenreaktionen sind da nicht immer kalkulierbar.
Von Fluor- / Chlorverbindungen (z.B. Salz- / Fluss-Säure oder auch trviales Kochsalz...) würde ich [b]allerdings dringendst abraten. Da bekommst Du zwar auch Knallgas, aber eben Fluor- / Chlorknallgas. Das knallt schon, wenn Du in der dunklen Werkstatt Deine Arbeitsleuchte einschaltest oder die Morgensonne ihre ersten beiden Strahlen durchs Fenster schickt.
:versteck:

Btw.: Der Kalilaugeprozess entspricht im Aufbau übrigens weitgehend dem uralten, altbekannten, nahezu unkaputtbaren Nickel-Eisen-Akku, der mir im Handscheinwerfer auch bei deutlichen Minugraden noch den Weg erleuchtet hat.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hydrozonlötgerät
BeitragVerfasst: 23.06.2020, 17:40 
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hab den einen quotetag in deinem beitrag dorthin geschoben, wo er hingehört

das mit dem Chlorknallgas ist interessant
ich würde allerdings wohl keine relevante Konzentration zusammenbringen mit meinem Autoakkuladegeräät bei ein paar Minuten Anwendungszeit/tag


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 Betreff des Beitrags: Re: Hydrozonlötgerät
BeitragVerfasst: 23.06.2020, 18:55 
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Tilo hat geschrieben:
hab den einen quotetag in deinem beitrag dorthin geschoben, wo er hingehört

Danke.

Tilo hat geschrieben:
das mit dem Chlorknallgas ist interessant

Öööh, wofür genau? :blob6:

Tilo hat geschrieben:
ich würde allerdings wohl keine relevante Konzentration zusammenbringen mit meinem Autoakkuladegeräät bei ein paar Minuten Anwendungszeit/tag

Ach, bis Silvester ist doch noch lange hin. Aber das eingesammelte Volumen immer schön dunkel halten, 's ist etwas scheu.
Außerdem benötigst Du natürlich chlorresistente Elektroden. Ich glaube, Graphit ginge. Sonst hast Du statt Chlor sofort wieder irgendwelche Chlorsalze (und schnell keine Elektroden mehr).
Wenn's für's Feuerwerk trotzdem nicht reicht oder das Zeug mit zuviel Luft verdünnt, nicht mehr knallt, ist das freie Chlor natürlich trotzdem da und hält Ausschau, ob's nicht das eine oder andere empfindliche Instrument, höchstpolierte Werzeug oder teure Material zu korrodieren gäbe. :n5:
Wenn's dann noch, auch ohne sichtbare Feuererscheinung, mit dem Wasserstoff auf molekularer Ebene reagiert, hast Du zusätzlich noch lecker Salzsäure-Dämpfe in der Bude.:-{


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 Betreff des Beitrags: Re: Hydrozonlötgerät
BeitragVerfasst: 23.06.2020, 19:36 
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Bei mir hat es immer schönen Flugrost gegeben wenn ich mit hexachloräthan die Schmelze behandelt habe, aber ich habe keinen Schnupfen den ganzen Winter gehabt. Chlor ist was feines.

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 Betreff des Beitrags: Re: Hydrozonlötgerät
BeitragVerfasst: 23.06.2020, 20:38 
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Heinrich Butschal hat geschrieben:
Bei mir hat es immer schönen Flugrost gegeben wenn ich mit hexachloräthan die Schmelze behandelt habe, ...

War bei Alu-Guss zur Entgasung lange (bis in die 90er?) Stand der Technik. Bei Edelmetallen auch?

Heinrich Butschal hat geschrieben:
... aber ich habe keinen Schnupfen den ganzen Winter gehabt. Chlor ist was feines.

:sm_03
In Maßen, in Maßen :!:
(Und im Schwimmbadwasser :ertrink: )


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 Betreff des Beitrags: Re: Hydrozonlötgerät
BeitragVerfasst: 23.06.2020, 20:59 
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Man kann damit sprödes Altgold gut wieder in eine schmiedbare Legierung verwandeln. Die Gusshilfe Zusätze wie Zink waren dann allerdings auch raus. Die habe ich dann nach einem Schnelltest (Stange mit der Schlagschere schneiden und die Bruchfläche mit dem Mikroskop ansehen) wieder hinzugefügt..

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 Betreff des Beitrags: Re: Hydrozonlötgerät
BeitragVerfasst: 23.06.2020, 21:11 
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>
HIP26727 hat geschrieben:
Öööh, wofür genau?

nur so
und, eben kein Kochsalz für die Elektrolyse zu nehmen (hatte ich allerdings eh nicht vor)


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 Betreff des Beitrags: Re: Hydrozonlötgerät
BeitragVerfasst: 23.06.2020, 21:20 
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Heinrich Butschal hat geschrieben:
Man kann damit sprödes Altgold gut wieder in eine schmiedbare Legierung verwandeln. Die Gusshilfe Zusätze wie Zink waren dann allerdings auch raus. Die habe ich dann nach einem Schnelltest (Stange mit der Schlagschere schneiden und die Bruchfläche mit dem Mikroskop ansehen) wieder hinzugefügt..

Aah, danke. Wieder was gelernt.
Bei Alu ging's in erster Linie um Wasserstoff-Entgasung (da hat doch Silber auch ein Problem mit, oder wie war das?) und einige störenden Beimengungen wie Na & Ca, die wohl hier auch zur Verspödung führen würden:
https://de.wikipedia.org/wiki/Chlorierung_(Metallurgie)


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