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 Betreff des Beitrags: Mikromotor vers. Hängemotor
BeitragVerfasst: 15.03.2015, 19:39 
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Platinstaub
Platinstaub

Registriert: 17.08.2014, 16:43
Beiträge: 430
Wohnort: Würzburg
Hallo Forum,

kann mir jemand sagen wo der Unterschied von einem Mikromotor und einem Hängemotor ist?
Ausser das der Mikromotor auf oder unter dem Tisch steht und der Hängemotor an der Stange hängt :) ?

Danke für eine kurze Aufklärung
Gruß
Samy


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: 15.03.2015, 19:39 


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 Betreff des Beitrags: Re: Mikromotor vers. Hängemotor
BeitragVerfasst: 15.03.2015, 20:22 
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Foren-Team
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Registriert: 12.10.2006, 13:00
Beiträge: 2909
Wohnort: Raum Leipzig
der Mikromotor steht nicht auf dem Tisch, sondern nur das Netzteil für ihn
der Mikromotor ist direkt am Handstück
wie ein Dremel (teils aber mit Option, Fasserhandstück anzuflanschen)


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 Betreff des Beitrags: Re: Mikromotor vers. Hängemotor
BeitragVerfasst: 16.03.2015, 00:47 
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Goldkorn
Goldkorn
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Registriert: 26.08.2006, 17:41
Beiträge: 187
Der Mikromotor hat eine wesentlich höhere Drehzahl, läuft schneller an, stoppt schneller und macht weniger Lärm.
Sehr nützlich ist die Möglichkeit zwischen Rechts- und Linkslauf, sowie zwischen Fuß- und Handsteuerung zu wählen.
Zudem lässt sich das Handstück erheblich leichter führen, weil keine schwere und relativ starre Welle daran hängt, sondern nur ein Kabel.
Ganz abgesehen davon, dass die Welle des Hängebohrmotors manchmal schon heftig am Handstück reißen kann.
Die Welle muss dort natürlich gelegentlich gefettet werden.

Dafür hatten manche Mikromotoren (zumindest früher mal) teilweise Probleme am Kabelansatz des Handstücks. Durch die häufigen Bewegungen war die Kabellitze gerne mal gebrochen.
Sonst erfordern sie kaum Wartung.

Das Steuergerät meines Mikromotors habe ich z.B. unter dem Brett montiert, das schafft Platz auf dem Tisch.
Aber da fällt mir ein, dass Heinrich Butschal da mal eine ähnliche Lösung für seine Hängebohrmotoren gefunden hatte. Er wird sich vielleicht nochmal dazu äußern!? :)

_________________
Gruß
Jürgen Schoner



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 Betreff des Beitrags: Re: Mikromotor vers. Hängemotor
BeitragVerfasst: 16.03.2015, 13:53 
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Hallo Jürgen,

schönen dank für Deine Antwort.
Wenn ich das richtig verstehe, ist ein Mikromotor dann die bessere Variante, oder?
Könntest Du mir da ein Gerät/Hersteller empfehlen? Mit welchem arbeitest Du?
Wieviel sollte man mindestens ausgeben für ein gutes Gerät?

Danke und liebe Grüße
Samy


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 Betreff des Beitrags: Re: Mikromotor vers. Hängemotor
BeitragVerfasst: 16.03.2015, 13:54 
Gast
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Tilo hat geschrieben:
der Mikromotor steht nicht auf dem Tisch, sondern nur das Netzteil für ihn
der Mikromotor ist direkt am Handstück
wie ein Dremel (teils aber mit Option, Fasserhandstück anzuflanschen)



Dankeschön Tilo!
:)


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 Betreff des Beitrags: Re: Mikromotor vers. Hängemotor
BeitragVerfasst: 16.03.2015, 18:23 
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Goldkorn
Goldkorn
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Registriert: 26.08.2006, 17:41
Beiträge: 187
Gast hat geschrieben:
...
Wenn ich das richtig verstehe, ist ein Mikromotor dann die bessere Variante, oder?
Könntest Du mir da ein Gerät/Hersteller empfehlen? Mit welchem arbeitest Du?
Wieviel sollte man mindestens ausgeben für ein gutes Gerät?
...

Ich für meinen Teil möchte den Mikromotor nicht mehr missen, das stimmt.
Man muss aber auch bedenken, dass ein Mikromotor schnell mal das dreifache eines gewöhnlichen Hängebohrmotors kostet. :(
Allerdings muss man auch bedenken, dass Hängebohrmotoren in der Regel ohne Handstück daherkommen. Das muss also ohnehin noch separat gekauft werden.

Das hat aber wieder den Vorteil, dass man hier die Wahl aus einem großen Angebot hat. Man kann also nach Einsatzzweck, Kostenkriterien oder sonst. persönlichen Vorlieben das richtige Handstück auswählen.
Da gibt es eine Vielzahl an Modellen diverser Hersteller, mit Unterschieden in der Material- und Verarbeitungsgüte, der Spanntechnik, im Gewicht, dem Durchmesser und noch mehr.
Bei den Mikromotoren gibt es nach meiner Kenntnis je Hersteller bzw. Modell immer nur ein passendes Handstück.

Ich selbst habe einen Osada älteren Typs, der inzwischen auch wirklich viele Jahre auf dem Buckel hat.
Die heute verwendeten Kabel sind wesentlich dicker, als in der ursprünglichen Ausführung. Das stört nicht weiter, beseitigt aber das ehemals leidige Problem des Kabelbruchs.

Ich habe zwar auch einen Fasserhammeraufsatz dafür, nutze ihn aber nicht sehr häufig. Das wäre ohnehin nicht anzuraten, da dies dem Handstück schon arg zusetzen kann. Vor allem bei unsorgfältiger Handhabung.

Mit anderen Geräten habe ich zu wenig praktische Erfahrung, um eine fundierte Meinung beizusteuern.

_________________
Gruß
Jürgen Schoner



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 Betreff des Beitrags: Re: Mikromotor vers. Hängemotor
BeitragVerfasst: 17.03.2015, 10:50 
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Goldschmiedemeister
Goldschmiedemeister
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Registriert: 05.12.2005, 22:39
Beiträge: 2945
Wohnort: München
Die früheren oder heute auch die billigeren Mikromotoren haben bei geringer Drehzahl weniger Drehmoment als der Hängebohrmotor. Für Anwendungen wie z.B bohren, hatten diese Nachteile. Die heutigen und teureren Mikromotoren haben das durch getaktete elektrische Schaltgeräte ausgeglichen.

Da man den ganzen Motor in der Hand hat ist das Griffstück dicker. Geschmackssache was einem besser gefällt.

Ich hätte mir wohl für die höheren Drehzahlen einen Mikromotor gekauft wenn ich nicht schon einen Turbinenfräser hätte der noch höhere Drehzahlen erreicht und feine Fräsungen fast Rückschlagsfrei leisten kann. Da kann ich das dünne Handstück ganz zart mit zwei Fingern führen.

Für Wachsarbeiten, wo deutlich weniger Drehmoment sinnvoll ist, habe ich die kleinsten und preisgünstigten Proxxon Mikromotoren.

Obwohl ich gesehen haben das die größeren der Firma es schon fast mit den professionellen Mikromotoren aufnehmen können was das Drehmoment und den Drehzahlbereich anbetrifft. Angeblich soll der Lauf wegen besserer Lager nur ruhiger sein und die Standzeit höher. Habe ich aber nicht ausprobiert.


Dateianhänge:
Dateikommentar: Hier ist der Hängebohmotor unter dem Tisch und die Welle wird in einem Bogen herausgeführt. So schlägt bei Drehzahl- und Laständerungen die Welle nicht zurück.
DSC07471.JPG
DSC07471.JPG [ 3.42 MiB | 4872-mal betrachtet ]

_________________
von: Heinrich Butschal
--
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 Betreff des Beitrags: Re: Mikromotor vers. Hängemotor
BeitragVerfasst: 24.03.2015, 21:06 
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Platinstaub
Platinstaub

Registriert: 17.08.2014, 16:43
Beiträge: 430
Wohnort: Würzburg
hey schönen Dank euch beiden für die Info.
Der Osada scheint ja wirklich der Rolls Royce zu sein unter den Mikromotoren... obwohl es ein Japaner ist :)
Ja mal schaun ob ich mir den leisten kann oder will.
Ich seh da oben in der Mitte einen Hebel am Handstück... ist das die rechts links umstellung?

http://www.google.de/imgres?imgurl=http ... CC0QrQMwBA


Wie ist das mit dem "Schnellspann" System? muss man da wie am Tremel das Bohrfutter abschrauben oder ist das irgendwie ein "klick-klack" system?

Danke und liebe Grüße
samy


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 Betreff des Beitrags: Re: Mikromotor vers. Hängemotor
BeitragVerfasst: 24.03.2015, 21:34 
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Silberstaub
Silberstaub
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Registriert: 14.10.2011, 12:53
Beiträge: 44
Hallo samy,

den Osada habe ich auch. Der seitliche Hebel am Handstück wird einfach seitlich verstellt und ist damit ein Schnellspanner fürs Bohrfutter. Dann wechselst Du Bohrer usw. und klappst zurück. That´s it. Vorwärts-Rückwärts stellt man am Motorkasten ein. Tolles Teil insgesamt.
Bin sehr zufrieden. Leise, laufruhig, alles was man sich wünscht, längeres Arbeiten kein Problem. Nur: Es passen nur 2,34 mm Schäfte rein und das damals (2010) zusätzliche Fasserhammerstück von Osada ist nicht so der Bringer - für Silber o.k, schafft aber keine harten, zähen und/oder dicken Fassungen. Obs nun Besseres dafür gibt, damit habe ich mich nicht befasst, zur Not tuts ja ein Fasserpunzen und Hammer ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Mikromotor vers. Hängemotor
BeitragVerfasst: 24.03.2015, 21:57 
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Platinstaub
Platinstaub

Registriert: 17.08.2014, 16:43
Beiträge: 430
Wohnort: Würzburg
unikatschmuck hat geschrieben:
Hallo samy,

den Osada habe ich auch. Der seitliche Hebel am Handstück wird einfach seitlich verstellt und ist damit ein Schnellspanner fürs Bohrfutter. Dann wechselst Du Bohrer usw. und klappst zurück. That´s it. Vorwärts-Rückwärts stellt man am Motorkasten ein. Tolles Teil insgesamt.
Bin sehr zufrieden. Leise, laufruhig, alles was man sich wünscht, längeres Arbeiten kein Problem. Nur: Es passen nur 2,34 mm Schäfte rein und das damals (2010) zusätzliche Fasserhammerstück von Osada ist nicht so der Bringer - für Silber o.k, schafft aber keine harten, zähen und/oder dicken Fassungen. Obs nun Besseres dafür gibt, damit habe ich mich nicht befasst, zur Not tuts ja ein Fasserpunzen und Hammer ;)



hallo unikatschmuk
kannst du noch was zu den 2,34mm schächten sagen: bei welchem hersteller bekomme ich die Fräsen... polierer.. bohrer etc. in dieser Weite ?
d.h. da passen auch keine anderen "bohrer" durchmesser rein oder?.. das bohrfutter vom osada ist also fix, oder wie muss ich das verstehen?

...bei meinem "billig" proxxon kann ich die bohrfutter austauschen, je nach dem welches werkzeug ich einspannen will... geht das auch bei dem sündhaft teuren osada für 1700 euro?

danke für deine hilfe

lg
samy


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