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 Betreff des Beitrags: Weißgold
BeitragVerfasst: 25.03.2012, 20:14 
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Hallo, kann mir jemand helfen?
Habe, wahrscheinlich sehr unsachgemäß Weißgoldreste zusammengeschmolzen.
Beim Bearbeiten wird es jetzt rissig.
Habe die Reste auf Holzkohle mit Borax geschmolzen ( Hydrozongerät). Danach abgeschreckt, das war sicherlich falsch.
Ist Kohle auch falsch und Hydrozon?
Sehr ärgerlich. Habe ich Glück, wenn ich das ganze nochmals schmelze in Keramik, nicht abschrecke????
Wer kann mich beraten?
Dank im Vorraus, Ulricula


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: 25.03.2012, 20:14 


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 Betreff des Beitrags: Re: Weißgold
BeitragVerfasst: 25.03.2012, 23:54 
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Manchmal und ganz selten und nur mit speziellen Zusätzen kann man das retten. In der Regel nicht und Du solltest das zum Altgold geben.

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von: Heinrich Butschal
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 Betreff des Beitrags: Re: Weißgold
BeitragVerfasst: 26.03.2012, 14:27 
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Registriert: 12.10.2006, 13:00
Beiträge: 2913
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hydrozon ist OK
kohle aber nicht
was denn für weißgold? mit Nickel, Mangan oder Palladium, oder unbekannt und "am besten" noch gemischt?
und ob das durch nochmaliges Schmelzen zu retten ist, kannst du nur ausprobieren, wenn die (vermutlich verlorene) zeit keine Rolle spielt


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 Betreff des Beitrags: Re: Weißgold
BeitragVerfasst: 26.03.2012, 22:58 
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Registriert: 01.12.2010, 18:45
Beiträge: 14
Danke für die schnellen Antworten, das war sehr lieb.

Tilo, ich werde es einfach nochmal versuchen, wenn ich einen Moment Zeit finde.
Es interessiert mich einfach und so schnell gebe ich nicht auf.
Welche Hydrozonflamme wäre denn die Richtige? Die für Pt oder Au??? Ich würde jetzt die für Gold nehmen. Bin nun natürlich verunsichert.
Werde auch besser in Salpetersäure abbeizen, denke ich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Weißgold
BeitragVerfasst: 27.03.2012, 19:37 
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Registriert: 07.11.2006, 01:30
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Wohnort: Krefeld
Wenn Du es ohnehin schon auf der Kohle geschmolzen hast: Kratze eine tiefe Furche in die Kohle, schmilz die Reste zu einer Stange zusammen und lass sie auf der Kohle kalt werden. Hilft das nicht, folge Heinrichs Rat.

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 Betreff des Beitrags: Re: Weißgold
BeitragVerfasst: 28.03.2012, 00:49 
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ulricula hat geschrieben:
...wahrscheinlich sehr unsachgemäß Weißgoldreste zusammengeschmolzen
Beim Bearbeiten wird es jetzt rissig. Habe die Reste auf Holzkohle mit Borax geschmolzen ( Hydrozongerät). Danach abgeschreckt...

Weißgold und Kohle ... tztztztz
Keramiktiegel 2 Stk =12.-€ ? 15 g Gold mind. 350.-€
Ja, jeder hat so seine Vorlieben und Prioritäten....

Was wär's denn für ein Weißgold (gewesen)?

Vielleicht verschiedene WG's gemischt?
1. in einem Tiegel (Schamotte/Keramik) enthomogenisieren: Tiegel sehr heiß machen, Borax, dann Metall dazu, Schmelzen und in der Schmelze halten, dann schwenken und schauen ob sich am Boden "Krümel" absetzen und "kleben" bleiben. Tut's dass, den Rest ausgießen und mit frischem Tiegel das wiederholen. Danach erst schmieden, dann walzen.

2. Wenn nur rissig (Verunreinigungen/Kristallisationsfehler), entweder unterm Schmelzen öfters Schmelzzusatz (Schmelzpulver) dazu oder kurz vorm Ausgießen ein Stückchen Zink dazugeben (das verdampft dann zu 95% oder ganz). Ausgießen in Kukille und langsam abkühlen lassen, in der letzten Temperatur kurz abschrecken. Schmieden, walzen.

3. Wenn sich auf der Oberfläche eine andersfärbige Haut zeigt, Dein Gold Pusteln hat, rau ist, dies wegfeilen und erneut schmelzen, die Prozedur wiederholen, bis Verfärbungen nicht mehr zu sehen und die Oberfläche normal beschaffen ist.

4. Schmeltzen sollte man/frau mit großer Flamme und genügen Volumen, auch wenn's eine geringe Menge ist. Diese minni Hydrozondüsen sind gut für's Löten von - was auch immer

5. Mach Dir keine Rille in Kohlen, gibt nur dummes Zeug und schwarze Finger

6. Abschrecken je nach Legierung: Weichere schneller, Härtere langsamer bis ganz spät (oder gar nicht)


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 Betreff des Beitrags: Re: Weißgold
BeitragVerfasst: 28.03.2012, 05:34 
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Beiträge: 2959
Wohnort: München
Ein allgemeiner Tip zu Schmelzpulvern:
Bei normaler Lagerung ziehen sie gerne etwas Luftfeuchtigkeit an. Auf die Schmelze geworfen, entsteht nascierender Wasserstoff der sofort einzieht und dann für Gasbläschen sorgt.
Besser nach Trocknung (im Backofen z.B.) die Pulver verschlossen lagern oder vor der Schmelze in den Tiegel geben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Weißgold
BeitragVerfasst: 07.04.2012, 10:22 
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Beiträge: 3
Wohnort: Rheintal
Ich befürchte auch das Du Altgold produziert hast! Sehr ärgerlich, Kopf hoch!


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