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 Betreff des Beitrags: Polieren mit Polierpaste
BeitragVerfasst: 18.09.2006, 17:06 
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Silberkorn
Silberkorn
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Hallo IHr Lieben,

könnt Ihr mir bitte kurz sagen, mit welchem Teil ich mit Polierpaste arbeite? Mit einer Bürste oder mit nem Baumwollschwabbel? ( für ein Handstück....ich hab ja keinen Poliermotor)

vielen Dank schonmal,

die Claudia


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Verfasst: 18.09.2006, 17:06 


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BeitragVerfasst: 18.09.2006, 21:34 
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Golddublone
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Hallo Liebes

Mein Tipp:
Nimm eine ganz normale Stoffwindel.

Leg sie auf den Tisch.Mit der einen Hand spannst du die Windel etwas.
Mit der anderen trägst du die Polierpaste auf.

Besteht der Schmuck aus glatten Flächen,wetzt du ihn auf dem Stoff hin und her.Ziemlich flott und mit Druck.

Gibt es Öffnungen im Schmuck,dann schneid dir einen üppigen Streifen Stoff runter.
Nimm das eine Ende zwischen die Zähne und das andere Ende in die eine Hand , da du ja mit der anderen die Polierpaste im mittleren Bereich des so gespannten Stoff-Streiffen aufträgst.
Nun nimm den Schmuck.Zieh den Stoff durch die Öffnung und wieder:
Ein Ende im Mund, ein Ende in der einen Hand und mit der anderen den Schmuck
zügig hin und her wetzen.

Du kannst dir für solche Expeimente aber auch ein Wollkneuel hernehmen.

Aber wer strickt den heutzutage ja noch selber.

PS: Windel deshalb,weil es im Idealfall unbehandelte Baumwolle ist und damit gehts am besten.
"Ziehwolle" ist das Fachjargon.


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BeitragVerfasst: 18.09.2006, 22:22 
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Platincent
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Hallo,

du kannst dem Kind natürlich die Windel weg nehmen - aber alternativ kannst du auch ganz einfach die Aufsätze für die Handstücke nehmen. sowas kann zB so aussehen:

Filze zum Vorpolieren:
Bild


und dann zur hochganzpolitur:

Bild Bild


wenn du nun noch ein poliermittel wie zB Polierrot (für weiche sachen sie Silber) oder Rhovisol (für härte dinge wie Gold und Platin oder gar Stahl) verwendest, wird dich alles schön anstrahlen...

Grüße
goOse


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BeitragVerfasst: 18.09.2006, 22:30 
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Golddublone
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Hi GoOse

Claudia hat kein Handstück,und Benvenutto Cellini hatte das auch nicht.

Wo sind eigentlich die grossen Polierstäbe aus Onyx hinverschwunden.


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BeitragVerfasst: 19.09.2006, 06:40 
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Silberkorn
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Registriert: 26.08.2006, 11:13
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Halli Hallo,

:) der Tip mit der Windel is ja witzig!coole Idee!! Allerdings hab ich mit meinen 27 Jahren weder Kind noch Windel! :) aber.. doch ein Handstück hab ich, nur keine extra poliereinheit! dann werde ich es wohl mit den Woll-Aufsätzen machen!

Aber eine Frage hätte ich noch zum Polieren. Auf welcher Grundlage mattiere ich denn einen Ring? Soll ich den ring erst richtig glänzend polieren und dann mattieren? Oder schon schon nach dem normalen schmirgeln?


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 Betreff des Beitrags: Re: Polieren mit Polierpaste
BeitragVerfasst: 20.09.2006, 01:10 
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Platincent
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Hallo Claudia,

also ich persönlich halte es immer so, dass ich das Stück immer erst vorpoliere. Das ist vielleicht nicht unbedingt nötig, jedoch, jenachdem was du für eine Mattierung machen willst, könnten die Schmirgelspuren durch die Mattierung durschscheinen. Insofern, versäuber ich immer alles schön und mache zunächst nur die Vorpolitur. Dann halt mattieren.

Und du musst dir keine Sorgen machen, mit den kleinen Aufsätzen kann man mit ein wenig Übung, auch sehr schön polieren. da stehen sie dem großen Motor nur im Detail nach.

@ewald
Claudia hat geschrieben:
(..) für ein Handstück....ich hab ja keinen Poliermotor(..)


glück gehabt, dachte schon, ich hätte da wieder was überlesen :)
aber wo du onyxstab sagst. Ich habe neulich einen Bericht auf N24 gesehen, bei welchen über eine Glasbläserei gerichtet wurde. Da wurden die Vergoldungen auf den Gläsern mit Blutsteinen Handpoliert, eben nur durch reiben... wenn man weiss, wieviel Arbeit dahinter steckt, versteht man auch, das die Damen dort, nerven aus Stahlseilen haben müssen. Da es ja doch sehr zeitaufwändig ist. Ich würde wo bei solch einer monotonen Arbeit Nasenbluten bekommen.... :lach:

Grüße
goOse


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BeitragVerfasst: 20.09.2006, 01:50 
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Golddublone
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Das mit dem Handstück hab ich überlesen. Sowas.

Die Politur mit Blutstein oder Onyx hat den Vorteil das sie durchs verdichten der Oberfläche hart und somit wiederstandsfähiger wird.

Diese Methode wurde aber durch die Schwabbelscheibe in herkömmlichen Goldschmieden vollkommen verdrängt.

Die Trommelpolitur ist eine mutierte Variante der Polierstab-Politur.

In Hobbykreisen wird der Hochglanz jedoch nicht wirklich geschätzt.
Man bevorzugt "mattierte" Preziosen.


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BeitragVerfasst: 20.09.2006, 08:40 
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Silberdublone
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Ewald hat geschrieben:

In Hobbykreisen wird der Hochglanz jedoch nicht wirklich geschätzt.
Man bevorzugt "mattierte" Preziosen.


Ach nee :zzz: , ich dachte immer das liegt am Zeitgeist und der Idee des Schmuckstückes ;)

_________________
Gruß

Andreas

http://www.wieneke.biz
http://www.cologne-concrete.com


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BeitragVerfasst: 20.09.2006, 11:49 
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Silberfeilung
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Hallo.. Kurze zwischenfrage: Seh ich das richtig, daß die hochglanzpolitur als die höhere schule des Endfinish angesehen wird? Das entspräche dann auch meinen Erfahrungen. Als Autodidakt hab ich genau diese Erfahrung gemacht, wie oben schon beschrieben wurde, nämlich -- daß auch für eine matte Oberfläche, es zumindest von Vorteil ist wenn vorher poliert wurde. Hab aber beim anschliesenden mattieren den Vorteil daß die estlichen Bearbeitungsspuren kaschiert werden bzw ganz verschwinden. Bei einer hochglanzpolitur gelingt das nur schwer und mit viel mühe!!


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BeitragVerfasst: 20.09.2006, 18:29 
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Platincent
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@Grobschmied:

Ja, das sihest Du aus meiner Sicht richtig. Grobe Mattierungen verstecken, feine decken auf ;D Wobei man mit Polituren auch verstecken kann ;D Es kommt halt immer auf die Situation an... ;D

Ich will aus dem ganzen keine Wissenschaft machen oder es dramatisieren - aber mattieren ist nicht gleich mattieren und polieren ist nicht gleich polieren.

Sowohl das Mattieren als auch das Polieren, verlangt eine sehr saubere, glatte und "grade" Oberfläche. Grade meine ist im Bezug auf "nicht wellig, Orangenhaut, Poren" usw. Ist die Oberfläche sauber und fein gearbeitet, wird eine Mattierung oder Politur um so schöner.

Wenn man es wirklich ganz genau machen will, zB. beim Hochganzpolieren, würde man die Fläche erst Feilen, dann mit einem 320'er Schmirgel bearbeiten, dann mit einem 600'er, dann kann man noch einen 1000'er oder eine abgenutzen 600'er Schmirgel nehmen. Dabei muss man beim schmirgeln immer wieder die Richtung wechseln, damit keine Riefen entstehen. Dann schleift man es mit einer feinen Schleifpaste und einer Bürste (auf dem Poliermotor zB.) Dann poliert man es mit hoher Drehzahl, einem Poliermittel und etwas Druck.

Nun hätte man schon eigentlich die alltägliche Hochglanzpolitur. Aber, wenn nur ein hauch von Schleifmittel an dem Wollrad war - da reicht schon ein wenig Schleifdreck an den Händen, sieht man sehr sehr feine Schlieren auf der Oberfläche, welche wie ein Nebel aussehen. Das sind immer noch Kratzer. Wollte ich diese auch weg haben, würde ich ein anderes, sauberes Wollrad nehmen und mit niedriger Drehzahl, wenig Druck und viel Poliermittel weiter polieren (ständig in eine andere Richtung), bis auch dieser weg ist. Das kann aber unter Umständen sehr lange dauern. Fertig ist man erst, wenn man auf das Teil schaut, und es wie ein perfekter, gelber oder weißer Spiegel wirkt. Soviel Aufwand betreibt man aber nicht oft. Kostet halt viel Zeit und somit Geld.

Genau so verhält es sich mit matten Oberflächen. Diese müssen nicht bis zum St. Nimmerleinstag poliert werden, jedoch lebt so manches Teil von der Symetrie der Mattierung. Einfach "wischi-waschi" mit einem Stück Schmirgelpapier oder einem Mattierschwam, über eine Fläche gehn, kann jeder. Das die Mattierung schön gleichmäßig und vor allen Dingen grade wirkt, ist schon garnicht so leicht und verlangt auch eine gewisse Übung.

Fein und grade, gilt natürlich nicht für Eismatt und dergleichen ;D

Grüße
goOse


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