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 Betreff des Beitrags: Muss Silberschmuck gestempelt sein
BeitragVerfasst: 26.05.2006, 19:03 
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Auszubi
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Hallo liebe Leute,
wir betreiben einen Onlineshop und verkaufen Silberschmuck und Schmuckzubehör aus Thailand. Nach den Angaben des Herstellers soll das Silber ein Reinheitsgehalt von 95% haben, also 950. Allerdings sind alle Stücke nicht gestempelt und es ist sehr schwierig Spacer oder kleine Perlen zu stempeln. Gibt es denn eine Vorschrift, die besagt, dass wenn ich behaupte die Waren haben 95%, diese dann auch gestempelt sein müssen?
An anderer Stelle sagte man mir ich dürfe ungestempeltes Silber, dann nur als silberhaltig beschreiben.
Kann mir da jemand genaueres sagen?

Gruß an alle!

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Verfasst: 26.05.2006, 19:03 


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BeitragVerfasst: 26.05.2006, 19:38 
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Goldschmiedemeister
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Stempel müssen nicht sein, nur wenn sie drin sind müssen die angegeben Feingehalte stimmen.
Ohne Stempel hat man auf der anderen Seite viele Rückfragen von Kunden.

Ich würde es einmal prüfen (lassen) wie hoch der Feingehalt ist.

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von: Heinrich Butschal
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BeitragVerfasst: 19.06.2006, 17:48 
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Aushilfe
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Heinrich Butschal hat geschrieben:
Stempel müssen nicht sein, ....


So????

Auszug aus: Deutsches Gesetze über den Feingehalt von Gold- und Silberwaren




Ich bin bei sowas immer vorsichtig

Gruß
Hexer

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Es benötigt immer ein wenig Hexerei


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BeitragVerfasst: 19.06.2006, 17:54 
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Goldschmiedemeister
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Naja, man kann ja bei sehr billigen Sachen darauf verzichten zu behaupten es sei Silber. Dann kann man sie auch ungestempelt verkaufen, z.B. als versilbert anbieten.

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von: Heinrich Butschal
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BeitragVerfasst: 19.06.2006, 19:02 
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Platincent
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Hallo zusammen,

das liebe Stempelgesetz.... Ich hab mal ein wenig geschaut, ob ich was über das Stempelgesetz in Thailand finden kann, aber mein thailändisch ist ein wenig eingerostet :)

Also im steht, das Schmuck und Gerät mindestens 800 Teile Feinsilber enthalten muss.

Wenn wir uns mal an die Tatsache erinnern, dass wenn ich ein Schmuckstück aus 585 und 750 zusammen herstelle, und diese beiden Legierungen fest miteinander verbunden sind (zB verlötet), dann muss ich es mit dem niedrigeren Feingehalt Stempeln. Ich darf nur zwei Punzierungen vornehmen, wenn ich die beinen Legierungen rückstandsfrei wieder voneinander Trennen kann. (zB Nieten, Stifte usw)

Also ist das Abwerten einer Legierung ligitiem. Warum darf ich dann ein Schmuckstück welches einen Feingehalt hat von 950 nicht mit 925/935 Stempeln?

Bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liege. Komischerweise kann ich im Stempelgesetz nicht von dieser Verfahrensweise finden. Obwohl ich der Meinung bin, das es rechtens war.

Grüße
goOse


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 Betreff des Beitrags: kein billiges Silber
BeitragVerfasst: 19.06.2006, 19:06 
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Auszubi
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Hallo Herr Butschal,

bei den heutigen Preisen für Rohsilber kann man ja nicht gerade von billigem Silber sprechen. Unsere Waren scheinen schon aus hochwertigem Silber hergestellt zu sein, sind aber alle nicht gestempelt. Laut Hersteller soll der Silbergehalt 95% betragen. genau weiss ich es aber nicht. Ich würde das Silber daher gerne einmal testen lassen. Würden Sie das vielleicht tun für uns? Was würde das kosten? Wir würden Ihnen dann ein oder zwei Probestücke zusenden.
Vielen Dank an Hexer für den Hinweis

Viele Grüße

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BeitragVerfasst: 19.06.2006, 19:44 
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Platincent
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Die Frage sollte vielmehr sein, ob Herr Butschal es so genau feststellen kann, (Nicht böse sein Herr Butschal, ich will die Frage nicht für Sie beantworten, sondern warte nur aufs Abendessen :D ) da die normalen Prüfsäuren nur Feststellen können, ob es Silber ist. Genauer kann man es mit einem sogenanten "Probierstern für Silber" feststellen. Jedoch ist dieser (meines Wissens) nur zur Feststellung von 400, 500, 700, 800, 900 und 1000 geeignet. Sprich wenn eine Legierung dazwischen liegt, und man zum Vergleich einen Strich mit 925/935 und deiner Legierung (950) macht, kann man wenn überhaupt nur einen geringen Farbunterschied Feststellen, was aber noch kein Beweis ist sondern auch nur eine Schätzung.

Am genausten kann es Dir sicher eine Scheideanstallt sagen, die Prüft auf's 1/1000 genau. Scheideanstalten sind zB.

    - Allgemeine Gold- und Silberscheideanstalt AG
    - Burger Edelmetalle
    - C. HAFNER GmbH + Co. KG
    - Heraeus Metallhandelsgesellschaft mbH

+ ca. 100 andere, dessen Namen ich nicht kenne :)
(Die Reihenfolge hat nichts zu sagen)

Grüße
goOse


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BeitragVerfasst: 19.06.2006, 20:23 
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Goldschmiedemeister
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Die Geschichte mit dem Probierstern halte ich ebenfalls für riskant. Sie ist einfach zu ungenau, schon allein deshalb weil mehrfach geglühte und gebeitzte silberchmuckstücke an der Oberfläche deutlich höhere Feingehalte haben können.
Sauberer ist die Methode mit der nasschemischen Analyse. Dazu benötigt man mindestens 1 Gramm des Material um ausreichend genau zu arbeiten, wiegt das Bruttogewicht, löst in Salpetersäure auf, fällt dann das Reinsilber mit Chlor aus, reduziert das Silberchlorid zu Silber. Dann wird das Silber getrocknet und gewogen. Aus der Differenz der beiden Gewichte errechnet man den Feingehalt. Habe ich schon sehr oft gemacht und für mich mache ich es noch immer, aber die Empfehlung mit den Scheidenstalten ist schon gut. :-)

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von: Heinrich Butschal
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BeitragVerfasst: 19.06.2006, 23:05 
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Platincent
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so genau hätte ich es nur aus nen Fachbuch abschreiben können :)
mir perönlich würde es halt reichen wenn es rot wird :lach:


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BeitragVerfasst: 20.06.2006, 06:16 
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Goldschmiedemeister
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Hast Du aber nicht abgeschrieben - ätsch. Und ich weis es noch aus der Praxis und nicht aus dem Buch. :-)

Mit dem Silbertestfläschchen und der roten Reaktion weist Du aber immer noch nicht ob du 600, 800 oder 925 stempeln darfst.

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