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 Betreff des Beitrags: winzige bläschen beim Silberlöten
BeitragVerfasst: 17.01.2023, 19:00 
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Hi, das ist mein erster Post in diesem Forum :)
Ich hab mich heute an ein Geburtstagsgeschenk gesetzt und fertige einen einfachen Silberring, in den ein kleiner Smaragd eingefasst werden soll. Der stein ist weder rein noch irgendwie anders wertvoll.
Beim zusammenlöten der Fassung (hartes lot) und des Rings haben sich leider kleinste Bläschen (ich denke mal nur im Lot, auch fast nicht mit dem auge zu sehen) gebildet. Das bleibt da jetzt so drin, weil rausfeilen zu tief gehen würde (es lag nicht 100% plan auf beim löten und die blasen gehen minimal zwischen Fassung und Ring).
Jetzt zu meiner Frage: wodurch entstehen solche bläschen und wie verhindert man das in Zukunft effektiv?

Zur info: ich habe auf beiden Seiten ein wenig zu viel Lot benutzt und hab gedacht, dass ich alles was zu viel ist einfach wegschleifen kann. Da haben sich die bläschen aufgetan.

Noch kurz offtopic:
1.: Wie bekomme ich das innere einer Fassung versäubert und poliert? das sind nur 2,5mm da drin.
2.: Welche Hiebe bei Feilen braucht man wirklich oft für Silberschmuck? Ich hab jetzt nur mit den Holzstäbchen mit Papier drum gearbeitet. Kurze antwort genügt da.

Danke schonmal im Voraus!
LG Constantin


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: 17.01.2023, 19:00 


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BeitragVerfasst: 18.01.2023, 13:43 
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Poren entstehen
am Besten, nur geradeso ausreichend viel Lot verwenden, damit wenig weggefeilt werden muss und somit Poren gar nicht sichtbar werden

Fassung innen: würde mit Nadelfeile oder Fräser am Dremel, am Besten in passendem Durchmsser einmal durch, was dann für innen innerhalb der fassung schon ganz ordentlich wäre
wenn auch noch Politur, ist natürlich noch irgendwie schleifen notwendig mit sehr schmalem streifen schleifpapier 600er um Spitze von Nadelfeile und dann watte um dünnen Walzenfräser und mit Polierpaste polieren

feilenhiebe weiß ich nicht, arebite immer noch mit den Beständen/Reserven meiner übernommenen Firma
für sehr abrasiv/grob nutze ich gerne welche von einem billigen Diamantfeilenset von Jeddeloh, danach noch feiner drüber ist besser vorm Schmirgeln


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BeitragVerfasst: 18.01.2023, 14:47 
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Ich würde den ganzen Ring und die Lotstellen noch einmal dick in Borax einpacken und erhitzen, bis das Lot kurz flüssig wird. Dann könnten die Poren weg sein. Alternativ vor dem Schmirgeln mit dem Nietrad den Bereich glätten und die Poren schließen.

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von: Heinrich Butschal
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BeitragVerfasst: 18.01.2023, 19:19 
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Tilo hat geschrieben:
Poren entstehen
am Besten, nur geradeso ausreichend viel Lot verwenden, damit wenig weggefeilt werden muss und somit Poren gar nicht sichtbar werden

Alles klar. Das werde ich beim nächsten mal versuchen, ich dachte ich hätte irgendeinen anderen Fehler gemacht wodurch das entstanden ist.
Tilo hat geschrieben:
Fassung innen: würde mit Nadelfeile oder Fräser am Dremel, am Besten in passendem Durchmsser einmal durch, was dann für innen innerhalb der fassung schon ganz ordentlich wäre
wenn auch noch Politur, ist natürlich noch irgendwie schleifen notwendig mit sehr schmalem streifen schleifpapier 600er um Spitze von Nadelfeile und dann watte um dünnen Walzenfräser und mit Polierpaste polieren

Werde ich versuchen, danke für die Ideen!


Heinrich Butschal hat geschrieben:
Ich würde den ganzen Ring und die Lotstellen noch einmal dick in Borax einpacken und erhitzen, bis das Lot kurz flüssig wird. Dann könnten die Poren weg sein. Alternativ vor dem Schmirgeln mit dem Nietrad den Bereich glätten und die Poren schließen.

Nochmal nachlöten werde ich das ganze nicht, da ich sonst glaube ich mehr kaputt machen würde als verbessern. Die Poren werden jetzt drin bleiben, weil sie mit dem bloßen Auge wirklich fast garnicht sichtbar sind. Es muss nicht 100% perfekt sein.
Aber wie funktioniert ein Nietrad? Hab ich noch nie gehört und auf google mir mal bilder angesehen, kann damit jetzt so aber nichts anfangen.


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BeitragVerfasst: 18.01.2023, 19:25 
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Hier gibt es welche. https://www.horbachtechnik.de/shop/inde ... _5109_5110
Man spannt es in ein Bohrhandstück ein und fährt bei hoher Drehzahl mit leichtem Druck über die porösen Stellen. Die werden dann flach gehämmert und die Poren zugeschmiert.

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BeitragVerfasst: 18.01.2023, 23:53 
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Sehr interessant! Wenn mal Geld für Investitionen übrig sein sollte wird sich sowas zugelegt :)


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BeitragVerfasst: 19.01.2023, 12:14 
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Ich habe auch schon in eine Scheibenhalterung eine harte Beilagscheibe eingespannt und außen eingefräst, um ein Nockenmuster zu erzeugen. Damit konnte ich ebenfalls dieselben Effekte erzielen. Die Scheibe verwende ich auch zum Treiben bei geschlossenen Fassungen.

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BeitragVerfasst: 20.01.2023, 11:54 
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Die Poren sind offensichtlich in Lot, das an dieser Stelle eh überflüssig ist, und eigentlich sowieso entfernt gehört. (Feilen, dann schmirgeln)
Da man die Fassung eh nicht von innen sieht, wenn ein Stein eingefasst ist, ist das Auspolieren von innen eh überflüssig. Allenfalls kann man von unten rein schaun, wenn man sich die Augen verrenken will. Wichtig ist nur, dass sie innen ausreichend glatt ist, dass der Stein an keiner Stelle Druck bekommt.

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Machst du gern selber Schmuck, dann geh
zu


reim dich oder ich fress dich!


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