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BeitragVerfasst: 24.02.2024, 15:43 
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Silberfeilung
Silberfeilung

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Hallo ihr Lieben!

Ich bin mir nicht ganz sicher in welche Kategorie dieses Thema passt:
Ich habe mit Goldarbeiten noch nicht viel Erfahrung, deshalb jetzt ein paar Fragen...
Ich habe einen 2mm runden Golddraht 750er Legierung hergestellt und mit Hartlot (GG 815 Grad Arbeitstemperatur) zu einem Ring verlötet.
Dazu benutze ich Fluoron (nach Angaben 600-700 Grad Arbeitstemperatur) als Flussmittel.
Möchte ich den Ring dann auf der Ringschiene rundklopfen, oder später auf dem Weitdorn um eine halbe Größe weiten, springt mir die Lotnaht oft wieder auf...
Meine Fragen:
Was mache ich falsch? Ist das Flussmittel wegen der Arbeitstemperatur nicht geeignet? Welches Flussmittel könnt ihr mir ansonsten empfehlen?

Um wieviel sollte ich einen 2mm Runddraht-Ring 750er Gold weiten können- bei korrekter Lötung?
Gibt es hierzu Faustregeln/Tabellen etc. ?

Vielen Dank euch und liebe Grüße!
Benjamin


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Verfasst: 24.02.2024, 15:43 


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BeitragVerfasst: 24.02.2024, 20:06 
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fluoron wird mit bis 800 angegeben
du hast den Draht selbst gemacht? dann hast du Schmelzmittel wie Borax? das könntest du bei 750 mal als Flussmittel versuchen

ansonsten ist dehnen, also zerren, für und mit Lötfugen nur so semigut
kann klappen, muss aber nicht

da gibts keine faustregel
ich selbst mache seit knapp 40 jahren eh nur fugenlose Ringe, die Dehnen um etliche Nummern aushalten


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BeitragVerfasst: 24.02.2024, 22:54 
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Das ist nicht zufällig Rotgold? Eigentlich geht das alles ganz gut, ich vermute es liegt am selbsr legierten Gold, du hast nur Gold, Silber und Kupfer reingetan oder hast du irgendwelchen Schmuckschrott mit eingeschmolzen, oder gar Zähne?

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BeitragVerfasst: 24.02.2024, 23:14 
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wie soll man denn mit Zahnkronen eine konkrete 750er Legierung erreichen?


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BeitragVerfasst: 25.02.2024, 08:05 
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Zu den oben offenen Fragen kommt noch meine dazu. Wie breit ist die Lotfuge?

Hintergrund der Frage ist, dass Hartlot bei Goldlegierungen, insbesondere, wenn die Lötung etwas länger dauert, ins Gold etwas eindiffundiert und einige Goldatome aus der Legierung ins Lot diffundieren. Wenn nun die Fuge sehr schmal ist und ggf unter leichtem Druck gelötet wird, dann kann so eine Lötung extrem gut halten, weil sie sich nur noch wenig vom Grundmetall unterscheidet.

Jedoch wenn die Fuge breit ist und viel Lot verwendet wurde, ist die Fuge steifer und härter als das Grundmetall und bricht daher eher.

_________________
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BeitragVerfasst: 25.02.2024, 10:29 
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Silberfeilung
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Registriert: 07.11.2013, 16:09
Beiträge: 30
Guten Morgen!

Lieben Dank für eure Antworten!
Den Draht habe ich selbst gemacht /legiert aus nur anständigen Materialien :lach: (Feingold/Kupfer/Silber) in den entsprechenden Verhältnissen. Der Draht ist auch super geworden.
Borax habe ich natürlich zum Schmelzen auch verwendet. Bisher habe ich es als Flussmittel noch nicht probiert. Muss man dazu das Pulver in Wasser anmischen? Oder wie bekommt man es sonst sinnvoll auf die Lotstelle geschmiert?

Die Lotfuge war sehr dünn und die zwei Metallenden liegen dicht aufeinander. Beim Löten hatte ich aber das Gefühl, dass das Lot nur mühsam hineinfließen wollte. Deshalb mein Verdacht, dass Flouron vielleicht nicht das richtige Flussmittel für diese Temperaturen ist?
Was benutzt ihr denn zum 750er Gelbgoldlöten? Bis das Hartlot zerfließt arbeite ich ja bei 815 Grad, also über der Arbeitstemperatur von Flouron. Eine Lotpaste ist mir zu teuer :P
Bisher habe ich sehr viel mit 935er Silber gearbeitet. Wenn da gut gelötet ist, kann ich einen Ring einige Größen weiten ohne dass die Lotnaht wieder aufgeht. Klar Silber ist auch weicher..


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BeitragVerfasst: 25.02.2024, 11:35 
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ich nehm für alles Fluoron 1:1 mit Wasser verdünnt

wobei, für Silber manchmal weiße lötpaste mit niedrigerem Wirkbereich
hab nur bei der den Eindruck, dass das Lot zwar besser fließt, aber die Lötfuge dennoch schlechtere festigkeitswerte hat, was ich mir nicht so recht erklären kann


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BeitragVerfasst: 02.03.2024, 13:24 
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Für Gold 585 und 750 nehme ich normalerweise Fluoron. Wenn es Probleme gab, lag es eher an der Goldlegierung, bes. Rotgold finde ich zickig.

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