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BeitragVerfasst: 12.02.2008, 19:53 
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Silbercent
Silbercent
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Registriert: 04.07.2007, 10:24
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Nachdem das hier einfach verschoben wurde und ein neus Thema draus gemacht wurde, noch kurz zur Erklärung: Ich bin Anfänger und ambitionierter Hobbyschmelzer und -schmied.
Habe heute das erste Mal gescmiedet.
Ich möchte mir eine Creole aus Gold schmieden.
Ich habe mir in einem Graphitblock eine grobe Form gemacht und dann einen "Goldkeil" gegossen, also einen keilförmigen Draht,
dann habe ich den ganzen Mittag geschmiedet, gehämmert, etc.
Als ich den fertig gehämmerten Rohling dann noch biegen wollte, habe ich gesehen, dass er überall Risse und Faltungen hatte.
Ist das das selbe Phänomen wie bei Silber, dass reisst wenn es zu lange geschmiedet wurde?
Wenn ja, was kann ich denn dagegen machen?
Würde ein neuerliches Glühen ausreichen?


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Verfasst: 12.02.2008, 19:53 


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BeitragVerfasst: 13.02.2008, 21:08 
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Geselle
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Registriert: 22.11.2007, 00:36
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Also normalerweise reich es wenn du dein material zwischen drinnen immer wieder ausglühst, dadurch entspannt sich das material wieder und es wir auch wieder einfacher es zu verformen.


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BeitragVerfasst: 13.02.2008, 21:52 
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Goldschmiedemeister
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Donk hat geschrieben:
...
Würde ein neuerliches Glühen ausreichen?


Jjjaaaa.... :-)

_________________
von: Heinrich Butschal
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BeitragVerfasst: 13.02.2008, 23:19 
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Silbercent
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Registriert: 04.07.2007, 10:24
Beiträge: 76
So, nachdem ich nun mein Schmieden von gestern mal analysiert habe sind mir folgende fehler aufgefallen.

  1. Ich habe immer zu lange geschmiedet bevor ich wieder geglüht habe
  2. Ich habe schlicht zu fest drauf gehauen, dadurch haben sich feine Falten gebildet, die sich dann umgeschlagen haben.
    und
  3. ich habe oft zu lange die selbe Stelle gehämmert.

Ich habe heute einen neurlichen Versuch gestartet und bin doch tatsächlich bis zum Ende gekommen.... das Ergebnis hängt jetzt an meinem Ohr und kann sich für eine Anfänger Schmiedearbeit echt sehen lassen.

Ich habe jetzt heute relativ sanft geschmiedet... viele kleine Schläge, anstatt weniger wuchtiger Schläge.
Ausserdem habe ich immer wider dann geglüht, wenn ich das Gefühl hatte, das Material sei jetzt zu hart und zu spröde.
Und ich habe das Schmuckstück ständig gedreht beim Schmieden.
langsam wird es.
Jetzt habe ich eine selbstgeschmiedete Feingold Creole..... hat auch nicht jeder ;D


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BeitragVerfasst: 14.02.2008, 00:37 
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Silbercent
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Registriert: 04.07.2007, 10:24
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Und die nächste Frage:
Ich habe meine Creole geschmiedet indem ich mir ein dickes Stück Draht, oder eher einen groben Keil gegossen habe den ich dann in die entsprechende From geschmiedet habe.
Danach hatte ich ein gerades Stück Draht in der richtigen Form für meine Creole.
Der Draht war von ganz schmal (Dort wo er in's Ohr geht) bis hin zu recht dick.
Jetzt hatte ich das Problem, dass ich das Ganze in eine runde Creolen Form biegen musste.
Ich habe das mehr oder minder elegant mit einer normalen Flachzange gelöst, um die ich ein Stück Leder gewickelt hatte.
Danach habe ich dann versucht, mittels Rinriegel die Creole rund zu kriegen.
Weil aber
1. die Creole nicht geschlossen, sondern an einer Seite offen ist
und
2. ich ja eigentlich nicht die Creole platthauen wollte,
hat das nicht ganz so gut geklappt.
Die creole ist zwar annähernd rund, aber ganz zufrieden bin ich nicht.
Gibt es da irgendein spezielles Werkzeug, beispielsweise eine Zange oder so, oder eine bestimmte Technik mit der Dies zufriedenstellend zu bewerkstelligen wäre?

Gruß, Donk


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BeitragVerfasst: 14.02.2008, 01:23 
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Platincent
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hallo donk,

ja solche werkzeuge gibt es in hülle und fülle^^

als erstes würde ich mir die richtigen Zangen beschaffen. das was du brauchst ist als aller erstes eine "Schienenzange" diese besteht wie jede Zange aus zwei Backen. Die eine hat eine glatte (grade) Seite und die gegenüberliegende Backe ist halbrund. Wenn du nun etwas biegen möchtest, nimmt man die Zange, und hält in deinem Falle die Creole mit der flachen Seite der Zange nach außen fest. beim Biegen schmiegt sich dann die Creole um die Form der Zange und du erhläst mit ein wenig Übung eine gleichmäßige, runde Form. Wird die Creole zu klein für eine Schienenzange, kann man auch eine Ösenzange nehmen. Ist im grunde das selbe in grün, nur ist bei dieser Zange die eine Backe nicht halbrund sondern spitz zulaufend und rund.

eine weitere möglichkeit wäre, wenn du die creole ersteinmal grob rund biegst und dann in eine konische runde form hinein presst. somit würde die creole auch die form annehmen. anschließend kann man die wieder etwas öffen und den ohrstecker anbringen...

vielleicht hast du ja ein bild von einem projekt, welches einen besser den stand der dinge zeigt. ich denke dann könnte man besser beraten :)

grüße
goOse


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BeitragVerfasst: 14.02.2008, 01:49 
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Silbercent
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Registriert: 04.07.2007, 10:24
Beiträge: 76
Bild gibt's morgen, wenn alles klappt, allerdings ist die creole schon an meinem Ohr und da sie fest angebogen wurde gibt es nur ein Bild mit Ohr ;)
Allrdings hat es mir schon weitergeholfen zu wissen, dass die Zange die ich brauche Schienenzange heisst.
Vielen Dank dafür.


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