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BeitragVerfasst: 30.12.2012, 09:30 
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Ich möchte einen Freund zu seiner Hochzeit zu Ostern mit einem Trinkhorn (1,6 Liter!) beglücken.
Dazu braucht das Horn einen Trinkrand oben (idealerweise Silber, ca 5 - 10 cm breit, glatt) und eine Verzierung an der Spitze unten.
Der Abschluss unten kann durch die Addition bereits vorhandener Silber- Elemente (Gürtelenden) gebildet werden.

Wie mache ich den Trinkrand? Er sollte sich ca. 5 mm nach innen fortsetzen bei einer ca. 3 bis 4 mm Horndicke und einer nicht runden Hornöffnung.
Außen (Konisch!) mit 0,5 mm Blech anpassen, die Ecken umbördeln, Innenteil darum herumstauchen ?
Wie macht das jemand, die/der das gelernt hat?

Oder zuerst die Öffnung heiß machen und irgendwie rund pressen?

Hat derlei schon wer gesehen oder kennt jemand ?
Ich danke für Tipps und Anweisungen...

Moon


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Verfasst: 30.12.2012, 09:30 


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BeitragVerfasst: 30.12.2012, 11:16 
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Goldschmiedemeister
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Für einen gelernten Silberschmied ist das eine leichte Aufgabe, auch der eine oder andere Goldschmied wird das ausführen können.

Aber Du willst das selbst machen?

Dann empfehle ich Dir Volkshochschulkurse in Silberschmieden aufzusuchen, denn ohne praktische Hilfe und Werkzeug wird Dir das nicht gelingen.

_________________
von: Heinrich Butschal
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BeitragVerfasst: 31.12.2012, 01:52 
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Registriert: 07.11.2006, 00:30
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Nach Papiermustern zwei Rohre aus Silberblech machen, ca 0,5 stark Die Rohre werden mit dem Hammer leicht konisch geschlagen, so dass sie, ineinander gesteckt, sich nicht übereinander hinweg schieben lassen.

So entsteht ein spitzes, zeltartiges Rund, in welches der Rand des Horns eingeschoben werden kann. Wenn alles passt und OK ist, werden die zwei Ränder mit reichlich Lot zusammengelötet, versäubert, poliert und schließlich mit Gips auf dem Rand des Horns befaestigt. Dabei muss genügend Gips vorhanden sein, so dass sowohl der innere, als auch der äußerte Teil der Silbermanschette ganz auf Gips gebettet ist.

Wenn der Gips abgebunden hat, aber noch nicht hart ist, wird mit einem Schwamm alles Überstehende Gipsmaterial weggewaschen. Einen Tag trocknen lassen, mit Poliertuch und Paste nachreiben, fertig.

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Gruß, Ulrich

Goldschmiede, Goldschmiedemeister seit 1967
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BeitragVerfasst: 31.12.2012, 06:43 
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Heinrich Butschal hat geschrieben:
Für einen gelernten Silberschmied ist ...
...denn ohne praktische Hilfe und Werkzeug wird Dir das nicht gelingen.

Lieber Heinrich!
Ich bedanke mich für Deine hilfreichen Worte ganz höflich. Ich stimme Dir zu: ohne Dein Wissen, Dein Können und Dein Werkzeug werde ich das nicht schaffen!
Ich hoffe, Dich nicht zu beleidigen, wenn ich es trotzdem versuchen werde.
Mit dem Ausdruck
motivierter Vermessenheit
Moon


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BeitragVerfasst: 31.12.2012, 07:21 
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Registriert: 30.12.2012, 08:53
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Ulrich Wehpke hat geschrieben:
Nach Papiermustern zwei Rohre aus Silberblech machen, ca 0,5 stark Die Rohre werden mit dem Hammer leicht konisch geschlagen, so dass sie, ineinander gesteckt, sich nicht übereinander hinweg schieben lassen.
So entsteht ein spitzes, zeltartiges Rund ...
... mit Poliertuch und Paste nachreiben, fertig.


Hallo Ulrich!
Danke fürs Ernstnehmen meiner Frage. Das hilft mir enorm weiter.
Ich habe eine Verständnisfrage: ad "spitzes, zeltartiges Rund" -Du meinst damit den Rand überm Hornrand, der mit dem Hammer von spitz auf rund geschlagen wird?
Silberbleche vorher ausglühen. Innen nach "Schnittmuster" innen ca. 2 cm breiter Streifen, außen ein ca. 10 cm breiter Streifen -werden jeweils mit Gefühl an den Hornrand angepasst und verlötet (weichstmögliches Lot).
Der Gips bildet dann das "klebende" Bett, das den Rand am konischen Rand fixiert.

Ich werde mit einem oder zwei kleinen Hörndeln üben, bevor ich zum 1,5 Liter-Trinkgerät rangehe.
Gibt es ein Buch, in dem ich nachlesen kann, was ein Azubi für die Berufsschule können muss?
Ich finde in erreichbarer Nähe dummerweise keinen VHS-Kurs...
Besten Dank und schöne Feiertage
AllesLiebe
Moon


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BeitragVerfasst: 31.12.2012, 09:34 
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Goldschmiedemeister
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Registriert: 05.12.2005, 21:39
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Um mein Wissen geht es hier weniger. Ich meinte das ganz allgemein. Aber wenn Dir Ulrich schon einen Weg beschrieben hat und Du vielleicht noch Dein Werkzeug beschreibst oder noch besser Fotos davon einstellst, könnte man Dir vielleicht eher helfen.

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von: Heinrich Butschal
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Zuletzt geändert von Heinrich Butschal am 31.12.2012, 10:43, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 31.12.2012, 10:24 
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Goldkorn
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Registriert: 29.06.2011, 08:11
Beiträge: 186
Super Idee mit dem Gips :) ich hab sowas schon mal mit epoxi gemacht für eine Freundin zur Hochzeit allerdings auch nicht so proffessionell
Ulrich meint mit konischem rund das du eine äußere Kante bei beiden Ringen etwas anschlagen sollst so das die Beiden Ringe sich oben treffen und zusammengesteckt die form eines A bilden halt ohne Strich in der Mitte.
Mache jeweils einen Ring der innen und einen der außen genau in das Horn passt. Ein kleiner Rand der später übersteht wird mit einem Hammer bearbeitet am besten auf einem Hornamboß oder Armreifriegel zur not kannst du aber auch eine alte edelstahlschale nehmen sie fest mit Sand füllen und umgekehrt auf die Arbeitsfläche legen. Als Hammer nimmst du am besten einen mit flachem Kopf und pollierter Oberfläche. Das ganze sollte recht gleichmäßig machen sonst hast du hinterher viel schleif und polier arbeit. Beim anschlagen öfter mal einpassen und wenn alles passt wieder rausnehmen und zusammenlöten. Üben kannst du auch erstmal mit dunnem Kupferblech
Allternativ kannst du auch mit einem dritten Streifen arbeiten der die Stärke des Horns haben sollte und zwischen innen aund außenstreifen gelötet wird. I"I
lg
chris


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BeitragVerfasst: 31.12.2012, 12:53 
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Hallo Moondove
Mit Kupferblech üben, erspart eine Menge Geld ;D
Ansonsten meine ich es genau so, wie sweetSmoke es deutlich gemacht hat. Aber Heinrichs Bedenken bestehen vollkommen zu Recht, denn das ist alles gar nicht so einfach. Eine Beschreibung und Auflistung, mit Bildern, Deiner vorhandenen Werkzeuge /Einrichtungen wäre schon sehr sinnvoll, weil sie uns, als Deinen Ratgebern, helfen würde, die für Dich richtige Strategie zur erfolgreichen Vollendung Deines Vorhabens zu entwickeln.

Ich wünsche Dir einen guten Rutsch ins neue Jahr, und sieh zu, dass Du es, im unbeschädigten Besitz aller Finger und Augen, sicher erreichst!

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Gruß, Ulrich

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BeitragVerfasst: 31.12.2012, 20:51 
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SweetSmoke hat geschrieben:
...mit einem dritten Streifen arbeiten der die Stärke des Horns haben sollte und zwischen innen aund außenstreifen gelötet wird. I"I
lg
chris

Hallo Chris/SweetSmoke! Die Idee mit dem dritten Streifen dürfte die optimale Anweisung sein...

Und ich hatte schon das Schlimmste befürchtet... (Galvanisieren!)
Zur Ausrüstung: Was ich brauche, kaufe ich in Wien bei Felber (Feilen, Sägeblätter, Lötrohre, Polierpasten, oder übers Netz bei Dohrmann, Lote und Bleche bei der Ögussa (Steine im Dorotheum). Polieren etc. hilft mir ein Dremmel-

Alles reichlch autodidaktisch und neugierig bastlerhaft - Mein Hauptwerkzeug sind Freude und Interesse.

Ich sagte bereits, dass ich hier in Wien keine Kurse gefunden habe, allerdings aus den 70er Jahren ein DDR- Goldschmiedelehrbuch mit Freude zum Schmökern nutze...
Besten Dank für die Hilfe.

Moon


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BeitragVerfasst: 31.12.2012, 21:06 
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Hallo Ulrich!
Keine Angst- mein Streben nach bunten, zum Himmel stinkenden Leuchtstrichen hat sich vor gut 45 Jahren deutlich abgeschwächt. Hinschaun gern, selber krachen lassen- ich kann mich erfolgreich zurückhalten...
Ich liebe Deinen Begriff "Azubiene"- ist gendermäßig vielleicht nicht 100%ig korrekt- gefällt mir aber sprachlich und in seiner Freundllichkeit!
Beten Dank für Deine Tipps und Ratschläge- jetzt werde ich mal an die Entwurfsarbeit gehen.
Alles Liebe :top: und ein schönes neues Jahr
Moon


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