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 Betreff des Beitrags: Umformungsgrad
BeitragVerfasst: 24.11.2017, 20:08 
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Hallo,
ich weiß, dass ich mein Blech im richtigen Maß umgeformt haben muss, bevor ich es weichglühen und dann weiter walzen kann. Ich weiß auch warum der richtige Grad der Umformung vor dem Weichglühen wichtig ist. Für unterschiedliche Metalle/Legierungen werden dazu unterschiedliche Umformungsgrade in % angegeben. Aber was bedeuten diese Angaben in der Praxis? Bedeutet 70% Umformen vorm Weichglühen, dass ich mein Blech von z.B. 10 cm auf 17 cm Länge walzen muss? Oder habe ich 70% umgeformt, wenn von einem Millimeter Blechstärke noch 0,7 mm habe? Oder 0,3 mm? Oder beim Draht ziehen von 1mm Drahtstärke auf 0,7 mm?
Schonmal vielen Dank für die Antworten.


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: 24.11.2017, 20:08 


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 Betreff des Beitrags: Re: Umformungsgrad
BeitragVerfasst: 24.11.2017, 23:21 
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Draht z.B. von 1m auf 1,70m Länge ziehen, in der Art, Blech von 10 cm. auf 17 Länge in 1 Richtung walzen. usw...

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 Betreff des Beitrags: Re: Umformungsgrad
BeitragVerfasst: 25.11.2017, 09:12 
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durchmesser bei draht ist schlecht zu verwenden, weil querschnittsfläche/Verformung im quadrat zu bedenken/berechnen ist
und dazu noch: halbierung der Fläche bedeutet 100% Dehnung
d.h.: vergiß den Durchmesser und miß die Länge

meine Praxiserfahrung: bei den meisten Goldlegierungen geht beim Walzen/Ziehen 100% (Verdoppelung Drahtlänge bzw. halbierung Blechstärke)
bei Silber auch mehr


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 Betreff des Beitrags: Re: Umformungsgrad
BeitragVerfasst: 25.11.2017, 19:07 
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Ja, ich denke mir, dass ein erfahrener Goldschmied das alles nach Gefühl macht und nicht nachmisst.
Ich dachte mir auch schon, dass es einen Unterschied beim Umformen von Draht und Blech gibt, obwohl ich nur Angaben für Bleche gefunden habe.
Bisher habe ich eigentlich fast nur Silber 935 verarbeitet. Da hatte ich eher weniger als 70% vor dem Glühen umgeformt. Einfach weil das Metall schon so hart war...


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 Betreff des Beitrags: Re: Umformungsgrad
BeitragVerfasst: 25.11.2017, 21:43 
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Naja, nachmessen oder nicht - bei dem was man viel macht bekommt man es ins Gefühl, oder was oft anfällt, auch per Spickzettel (wenn so dick, dann glühen; muss man nicht umständlich die Länge messen). Bei Sachen, die eher seltener vorkommen messe ich schon nach, man will es ja nicht versemmeln.

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 Betreff des Beitrags: Re: Umformungsgrad
BeitragVerfasst: 27.11.2017, 12:04 
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P.S. gemeint ist aber nicht "auf 1 Rutsch" sondern "nach und nach", ist schon klar, oder?
Bei industriellem Halbzeug kann man die Angaben eher großzügig auslegen, bei selbst gegossenem bin ich selber auch etwas vorsichtiger. Bei weichem Material wie Feinsilber ist man versucht, in größeren Schritten zu walzen, was aber zu stark gewellten Rändern führt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Umformungsgrad
BeitragVerfasst: 28.11.2017, 19:47 
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Ja klar, dass ich mein Blech nicht mit einmal durchwalzen von 10 auf 17 cm bringe wenn ich 70% Umformung erreichen will, das weiß ich ;)
Oder meintest Du was anderes?
Ich hab mir auch angewöhnt so eine Art Protokoll zu schreiben von dem was ich gemacht habe. Damit ich auch später noch weiß, wie`s nicht geht bzw. damit ich es reproduzieren kann wenn`s mal funktioniert hat. :D
Kannst Du noch beschreiben was beim wechseln der Walzrichtung zu beachten ist?


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 Betreff des Beitrags: Re: Umformungsgrad
BeitragVerfasst: 28.11.2017, 20:46 
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daß man sie vermeidet
bzw erst nach zwischenglühen wechselt


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 Betreff des Beitrags: Re: Umformungsgrad
BeitragVerfasst: 29.11.2017, 00:01 
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Yapp.

Zitat:
Ich hab mir auch angewöhnt so eine Art Protokoll zu schreiben von dem was ich gemacht habe. Damit ich auch später noch weiß, wie`s nicht geht bzw. damit ich es reproduzieren kann wenn`s mal funktioniert hat.
jajaja gut richtig. Sehr wichtig!

Zitat:
Ja klar, dass ich mein Blech nicht mit einmal durchwalzen von 10 auf 17 cm bringe wenn ich 70% Umformung erreichen will, das weiß ich ;)
Oder meintest Du was anderes?
nene mein ich schon. Naaja, mit ner fetten dinkel geht das bei silber schon, bei Feinsilber auf jeden Fall, beeinflusst die Breitenausdehnung bei schmalen Teilen, z.B. plattgewalzten drähten...

Tus nich!

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 Betreff des Beitrags: Re: Umformungsgrad
BeitragVerfasst: 04.12.2017, 17:15 
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Da es gerade zum Thema passt, könnte mir bitte jemand den Umformungsgrad von 500 er Palladium zuflüstern?
Und noch ne ganz blöde Frage: Kann es sein, dass der Umformungsgrad beim Walzen deutlich von dem beim Ziehen abweicht?
Also das es ne Diva ist beim Ziehen weiß ich. Aber ist es vielleicht wetterfühlig?

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