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BeitragVerfasst: 01.08.2008, 13:50 
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Platincent
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Eigentlich sollte bei den Konzentrat beistehen wie es verdünnt werden soll. Akllgemein kann man aber schon fast sagen, man kann alles mit destilierten Wasser (bekommt man sogar in 5L Behältern beim DM) strecken.

Ein kleiner Tipp zum Rhodiumbad:
Wenn es grau wird, ist die Konzentration im Bad zu gering. Einige kippen es dann weg und setzen ein neues Bad an.. aber das ist viel zu teuer. Hol dir fein gemalende Aktivkohle und wenn das Bad schwach wird, streust du einen guten Teelöffel hinein und rührst gut um. Lässt es über nacht stehen und filterst das Bad am nächsten Morgen mit hilfe von zwei ineinander gesteckten Kaffeefiltern sorsam durch. Das gereinigte Bad muss dann nur noch mit destilierten Wasser aufgefüllt werden und im gegensatz zu einem komplett neuen Bad, musst Du nur noch ja 1/3 des Konzentrats auf die 2L schütten.

Zudem ist mein lieblings Rhodiumbad das "Rhodiumbad TI" von Wieland. Das ist noch einen tacken weißer wie die anderen.

ACHTUNG
Spühle alles sehr gut ab, nur ein wenig Entfettung in den anderen Bädern und es ist hinüber!

Heinrich Butschal hat geschrieben:
Dagegen ist der Farbunterschied zwischen Weißgold und Lot geringfügig.


:D ist vielleicht eine Frage der pingeligkeit^^


lg
goOse


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Verfasst: 01.08.2008, 13:50 


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BeitragVerfasst: 08.01.2010, 20:04 
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Beiträge: 1
Servus ,ich bin ein Neuling in der Galvanik und Lese mit Interesse eure Beiträge. Nun meine Frage zu eurem Thema der Stiftgalvanik. Da immer davon Gesprochen wird das eine Grossflächige Bschichtung mit der Tampongalvanik nicht möglich ist oder Dauerhaft Haltbar Frage ich mich mit welchen Geräten die Firma( Real Gold ) arbeitet, da die alle möglichen Teile ob ,Auto ,Boote etc. Dauerhaft Beschichten. Für Infos Danke im voraus

Gruss Mark


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BeitragVerfasst: 08.01.2010, 23:11 
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Hi Mark f

zunächst ist es doch wohl so, dass die Dinge stets bei ihren Herstellern und Verkäufern am Besten, Haltbarsten, Einfachsten- die Reihe lässt sich beliebig fortsetzen - sind. Hat ein Anwender unverständliche Probleme, weil zugesicherte Eigenschaften einfach nicht herzustellen sind, ist er ohnehin meist ein Dussel. So ist jedenfalls die Strategie der Verkäufer.

In unserem Fall muss man jedoch ein paar Kleinigkeiten beachten. Grundsätzlich müssen bei Tamponverfahren etwas andere Elektrolyten und Spannungen verwendet werden. Es muss auch darauf geachtet werden, dass der Tampon in elekrtolytisch unangreifbaren Kontakten sitzt. Ich habe mir zu diesem Zweck eine Lötkreuzpinzette abgeändert. Die beiden Teile der Pinzette in welche man normalerweise das zu lötende Gut einspannt, habe ich etwa zur Hälfte abgeschnitten und diese Teile durch solche aus Wolfram-Platin ersetzt, an deren beiden Spitzen, gelochte Blechbacken, ebenfalls aus Platin angebracht sind. Mit ihnen kann ich allerlei Schwämmchen, oder Filze greifen, ohne dass sich etwas auflösen kann. Das ist vor allem bei RH sehr wichtig, da sich bereits bei der kleinsten Beimengung ungebetener Metall-Ionen, arge Fehler in der Beschichtung zeigen. Von der Farbe will ich erst gar nicht reden. Das ist zwar zunächst einmal teuer, aber das Wekzeug unterliegt keinem Verschleß und kann jederzeit zu Schmuck verarbeitet werden ;-) Die Pinzette ist mit einem Kabel, mittels Laborklemmen an der Stromquelle angeschlossen.

Ich will an dieser Stelle das Rhodinieren besprechen. Dabei gilt das Gleiche, wie bereits bei allen anderen Galvanikarbeiten: Sauberkeit ist Trumpf! Die zu behandelnden Teile werden in gewohnter Weise gereinigt, entfettet und n.d. Spülen getrocknet. Bei Bicolorapplikationen müssen zunächst die Abdeckungen mit Lack angebracht werden. Die Ware darf danach nicht mehr in eine Reinigungslösung, oder gar in ein Ultraschallgerät verbracht werden, da die Abdeckungen hierdurch schadhaft würden. Bei Rhodium wird mit etwa 12 Volt gearbeitet. Der Tampon muss vor Beginn der Arbeit sauber ausgewaschen und mehrfach mit VE-Wasser gespült werden. Danach drückt man ihn in einem sauberen Baumwolltusch aus und verbringt ihn in den Elektrolyten. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass der Tampon genügend Elektrolyt aufnimmt, denn einerseits ist das unsere Metall-Reserve welche wir zum Färben brauchen, andererseits kann nur ein mit Elekrolyt getränkter Tampon überhaupt den notwendigen Strom leiten. Als Elektrolyt verwenden wir unverdünntes Badkonzentrat. Wir verwenden in unserem Betrieb, seit Jahrzehnten, mit großem Erfolg die Konzentrate der Fa. Wieland Edelmetalle in Pfzhm.

Das zu galvanisierende Teil ist mit dem Minuspol der Stromquelle verbunden. Wir verwenden dafür ebenfalls eine Lötkreuzpinzette, diesmal allerdings nur aus Edelstahl. Nun wird der benetzte Tampon vorsichtig auf die zu galvanisierende Stelle gesetzt, wobe sich zwischen Tampon und Warenoberfläche eine Brücke aus Elektrolytflüssigkeit bildet. Die nun einsetzende Blasenentwicklung sollte nicht so stark sein, dass sie das Arbeiten behindert. Unangenehm ist, dass vernebelte Elektrolytreste eingeatmet werden können, was jedoch mit einer einfachen und preiswerten Atemmaske aus einem Autozubehörgeschäft vermieden werden kann. Die entstandene Brücke aus dem Rhodiumkonzentrat wird nun über die zu färbende Fläche geführt, wobei sich die Oberfläche weiß färbt. Entstehen dunkele Flecken, liegt ein Fehler vor. Es können dies sein: Ungeeignete Oberfläche (Schmutz, negative Metalle), ungeeigneter Elektrolyt (etwa "normales", bereits verdünntes Rodiumbad), Metallmangel, verschmutzter Tampon, zu wenig Spannung, Fremdionen.

Wenn alle Parameter stimmen, kann mit einem Tampon durchaus haltbar und wolkenfrei gearbeitet werden. Allerdings ist es wesentlich einfacher, mit einem normalen Bad im Tauchverfahren zu arbeiten, weil die Anzahl der Fehlermöglichkeiten beim Tamponverfahren doch sehr hoch ist.

Nachgespült wird ganz normal in VE-Wasser, welches zum Nachfüllen verdunsteter Badflüssigkeit im "normalen" Rhodiumbad verwendet wird. Also bitte nicht das Konzentrat nachfüllen! ;-)

_________________
Gruß, Ulrich

Goldschmiede, Goldschmiedemeister seit 1967
https://www.facebook.com/STL.Direkt/
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