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Die letzten Beiträge des Themas - Hydrozonlötgerät
Autor Nachricht
  Betreff des Beitrags:  Re: Hydrozonlötgerät  Mit Zitat antworten
HIP26727 hat geschrieben:
...
Bei Alu ging's in erster Linie um Wasserstoff-Entgasung (da hat doch Silber auch ein Problem mit, ...
Genau, die Wasserstoffentgasung funktioniert mit Hexachloräthan auch wunderbar.
Beitrag Verfasst: 23.06.2020, 22:04
  Betreff des Beitrags:  Re: Hydrozonlötgerät  Mit Zitat antworten
Alles eine Frage der Dosis. In einem alten Buch habe ich den merkwürdigen Satz gefunden: "eine Zugabe von Calcium würde eine Goldlegierung dem Feingolde gleich machen".
Wenn man kleinste Bröcklein Calcium in Feingoldblech einwickelt und zum Schmelzgold gibt verpufft das, genau so wenn man es versucht auf die flüssige Schmelze zu werfen. Es bleibt nichts in der Schmelze drin. Funktioniert hat, Calcium mit 9 Teilen Alu als Vorlegierung herzustellen und dann ein Bröckchen in eine kleine Bohrung eines Graphitstabes zu pressen und das dann mit Schwung in die Schmelze zu stoßen (0,2% der Vorlegierung auf die Gesamtschmelze bezogen). Dann wird auch (nach evtl. Vorbehandlung mit nascierendem Chlor) der Guss wunderbar zäh und weit schmiedbar. Abgezwickte Stangen sind fast bis zum Ende geschnitten und haben nur sehr kleine Bruchflächen in der Mitte. Also eine gewisse Ähnlichkeit in Richtung Feingold. Das wird es wohl gewesen sein, was die alten Texte meinten, dachte ich. Wobei ich vermute, dass bei Versuchen Calcium in die Schmelze einzubringen dieses nicht gut gelungen ist und nur ein Fitzelchen (mehr versehentlich) in die Schmelze übergegangen ist.
So ganz nebenbei neigen diese dotierten Güsse an der Oberfläche (wenn sie nicht überhitzt werden) zu glänzen. Das hatte ich dann als Glanzzusatz AC 9.1 verkauft und 5 Jahre später hatten auch Pforzheimer glänzenden Zuschlagslegierungen zu Feingold auf den Markt gebracht. Waren dann halt teurer.
Beitrag Verfasst: 23.06.2020, 21:54
  Betreff des Beitrags:  Re: Hydrozonlötgerät  Mit Zitat antworten
Heinrich Butschal hat geschrieben:
Man kann damit sprödes Altgold gut wieder in eine schmiedbare Legierung verwandeln. Die Gusshilfe Zusätze wie Zink waren dann allerdings auch raus. Die habe ich dann nach einem Schnelltest (Stange mit der Schlagschere schneiden und die Bruchfläche mit dem Mikroskop ansehen) wieder hinzugefügt..

Aah, danke. Wieder was gelernt.
Bei Alu ging's in erster Linie um Wasserstoff-Entgasung (da hat doch Silber auch ein Problem mit, oder wie war das?) und einige störenden Beimengungen wie Na & Ca, die wohl hier auch zur Verspödung führen würden:
https://de.wikipedia.org/wiki/Chlorierung_(Metallurgie)
Beitrag Verfasst: 23.06.2020, 21:20
  Betreff des Beitrags:  Re: Hydrozonlötgerät  Mit Zitat antworten
>
HIP26727 hat geschrieben:
Öööh, wofür genau?

nur so
und, eben kein Kochsalz für die Elektrolyse zu nehmen (hatte ich allerdings eh nicht vor)
Beitrag Verfasst: 23.06.2020, 21:11
  Betreff des Beitrags:  Re: Hydrozonlötgerät  Mit Zitat antworten
Man kann damit sprödes Altgold gut wieder in eine schmiedbare Legierung verwandeln. Die Gusshilfe Zusätze wie Zink waren dann allerdings auch raus. Die habe ich dann nach einem Schnelltest (Stange mit der Schlagschere schneiden und die Bruchfläche mit dem Mikroskop ansehen) wieder hinzugefügt..
Beitrag Verfasst: 23.06.2020, 20:59
  Betreff des Beitrags:  Re: Hydrozonlötgerät  Mit Zitat antworten
Heinrich Butschal hat geschrieben:
Bei mir hat es immer schönen Flugrost gegeben wenn ich mit hexachloräthan die Schmelze behandelt habe, ...

War bei Alu-Guss zur Entgasung lange (bis in die 90er?) Stand der Technik. Bei Edelmetallen auch?

Heinrich Butschal hat geschrieben:
... aber ich habe keinen Schnupfen den ganzen Winter gehabt. Chlor ist was feines.

:sm_03
In Maßen, in Maßen :!:
(Und im Schwimmbadwasser :ertrink: )
Beitrag Verfasst: 23.06.2020, 20:38
  Betreff des Beitrags:  Re: Hydrozonlötgerät  Mit Zitat antworten
Bei mir hat es immer schönen Flugrost gegeben wenn ich mit hexachloräthan die Schmelze behandelt habe, aber ich habe keinen Schnupfen den ganzen Winter gehabt. Chlor ist was feines.
Beitrag Verfasst: 23.06.2020, 19:36
  Betreff des Beitrags:  Re: Hydrozonlötgerät  Mit Zitat antworten
Tilo hat geschrieben:
hab den einen quotetag in deinem beitrag dorthin geschoben, wo er hingehört

Danke.

Tilo hat geschrieben:
das mit dem Chlorknallgas ist interessant

Öööh, wofür genau? :blob6:

Tilo hat geschrieben:
ich würde allerdings wohl keine relevante Konzentration zusammenbringen mit meinem Autoakkuladegeräät bei ein paar Minuten Anwendungszeit/tag

Ach, bis Silvester ist doch noch lange hin. Aber das eingesammelte Volumen immer schön dunkel halten, 's ist etwas scheu.
Außerdem benötigst Du natürlich chlorresistente Elektroden. Ich glaube, Graphit ginge. Sonst hast Du statt Chlor sofort wieder irgendwelche Chlorsalze (und schnell keine Elektroden mehr).
Wenn's für's Feuerwerk trotzdem nicht reicht oder das Zeug mit zuviel Luft verdünnt, nicht mehr knallt, ist das freie Chlor natürlich trotzdem da und hält Ausschau, ob's nicht das eine oder andere empfindliche Instrument, höchstpolierte Werzeug oder teure Material zu korrodieren gäbe. :n5:
Wenn's dann noch, auch ohne sichtbare Feuererscheinung, mit dem Wasserstoff auf molekularer Ebene reagiert, hast Du zusätzlich noch lecker Salzsäure-Dämpfe in der Bude.:-{
Beitrag Verfasst: 23.06.2020, 18:55
  Betreff des Beitrags:  Re: Hydrozonlötgerät  Mit Zitat antworten
hab den einen quotetag in deinem beitrag dorthin geschoben, wo er hingehört

das mit dem Chlorknallgas ist interessant
ich würde allerdings wohl keine relevante Konzentration zusammenbringen mit meinem Autoakkuladegeräät bei ein paar Minuten Anwendungszeit/tag
Beitrag Verfasst: 23.06.2020, 17:40
  Betreff des Beitrags:  Re: Hydrozonlötgerät  Mit Zitat antworten
Tilo hat geschrieben:
daß sie propan schon hat, hab ich bisher überlesen

Hier war's: :n186:
94464514nx1490/fachfragen-fachbegriffe-fragen-von-laien-an-die-profis-f38/hydrozonloetgeraet-t4780.html#p25816
Zitat:
cantony hat geschrieben:
" ... Ich selber benutze es sehr selten, weil ich die größeren Sachen mit dem Propan mache und auch nur wenig arbeite (also in der Werkstatt ;) )"

Zitat Ende

Tilo hat geschrieben:
dann ist das größte Gefahrenpotenzial dieser Alternative eh schon im haus?
dann brauchts ja nur noch ein Sauerstofffläschlein nebst Druckminderer und Gebrauchsstellenvorlage und Microbrennerchen ...

Exakt, wobei ich speziell bei letzterem nicht sparen würde. Mein :n10: Rothenberger Roxi-Teil hat mir über die Jahrzehnte manches graue Haar beschert, aber inzwischen haben wir uns in einer Art Hassliebe aneinander gewöhnt. :angryfire
(Hab' letzthin mal 'nen Greggersen Micromax in der Hand gehabt: Die Einstellung klappt da so fein und unmittelbar, als sei die Flamme direkt ans Drehnöpfchen angebunden.)

Tilo hat geschrieben:
... und der ganze technisch komplexe Elektrolyse-Firlefanz kann verkauft werden
ich komm Jahre hin mit meiner Sauerstoffflasche (die ich nur für manche Schmelz-und Lötarbeiten nutze)

Habe im letzten Herbst nach ~ 10 Jahren mal wieder bei Hornbach 'ne 10 Liter O2 Flasche besorgt. Füllung 36,-€ + 119,- einmalige Nutzungsgebühr. Werde ich wohl in diesem Leben nicht mehr leer machen.
Mein 2 Liter Fläschchen für überallhin davon abgefüllt, ist immer noch fast halb voll. Zusammen mit 'ner 08/15-Eurokartusche für 'nen 5er auch recht mobil. Ok, Mobilität ist für Goldschmiede vielleicht nicht die erste Priorität, aber als Panzerknacker kannst Du Dir ja nicht aussuchen, wo der Tresor steht.

Wem 10 Liter zuviel sind: 'Ne 2Liter Kaufflasche, gefüllt und incl. Druckregler gibts hier für ~120 Schlappen,
https://www.hausundwerkstatt24.de/Umsti ... toffregler
ohne Regler für ~105,-;
https://www.hausundwerkstatt24.de/Sauer ... befuellbar.
Die 400 Liter O2 entsprächen Tines durchschnittlichem Bedarf für ~8 Monate, in jedem 2. Baumarkt für 20,- ... 30,- € tausch- / wiederbefüllbar. Oder beim befreundeten GWS-Installateur gegen das Aufpolieren des Halskettchens der Verlobten.
Für Minimalisten gibt's übrigens auch 0,67 Liter O2-Fläschlein. Niedlich.
https://www.hausundwerkstatt24.de/Sauer ... thenberger
Und immerhin >130 Liter Sauerstoff, die Produktion von Tines Lötstar in ~3,5 Std. bei 100% Vollast.

Tilo hat geschrieben:
was mag der Vorteil von Ätzkali gegenüber z.B. Soda sein?
mit letzterem mach ich ja mehr so nebenerwerbsmäßig Elektrolyse in die Werkstattluft als Abfall bei der Schmuckentsulfidierung

Wie Du richtig schreibst:
"der ganze technisch komplexe Elektrolyse-Firlefanz"
Der ist nicht nur technisch komplex, sonder auch chemisch / physikalisch. Die Vorgänge im Elektrolyten / an den Elektroden sind tatsächlich äußerst vielfältig.
Ein paar Stichpunkte:

- Beständigkeit des Elektrolyten,
- Beständigkeit von Werkstoffen (z.B. Elektroden / Reaktionsgefäß, ...) gegenüber dem Elektrolyten, auch bei erhöhten Temperaturen / Drücken.
- Erforderliche Elektrolyse-Spannung, erreichbare Leitfähigkeit des Elektrolyten, damit und mit anderem verbunden
- Der Wirkungsgrad des Prozesses.
(Im Gegensatz zu Deiner 'Entsulfidierung' wird hier ja richtig Leistung im kW-Bereich umgesetzt. Ob Du 100W in Wärme verbrätst oder 500W, macht da schon 'nen Unterschied. Zwar wohl kaum bzgl. der Energiekosten, aber schließlich entsteht die Wärme im Reaktionsgefäß und muss da irgendwie wieder rausgeholt werden. Wer möchte schon überkochende Elektrolytflüssigkeit?) :säureschuss:

Im Prinzip kannst Du natürlich mit annähernd beliebigen Säuren, Basen, neutralen Salzen (was halt so in Ionen dissoziieren kann) Elektrolyte bilden. Meist wird es, eher schlecht als recht irgendwie mit der Wasserelektrolyse klappen. Nebenreaktionen sind da nicht immer kalkulierbar.
Von Fluor- / Chlorverbindungen (z.B. Salz- / Fluss-Säure oder auch trviales Kochsalz...) würde ich [b]allerdings dringendst abraten. Da bekommst Du zwar auch Knallgas, aber eben Fluor- / Chlorknallgas. Das knallt schon, wenn Du in der dunklen Werkstatt Deine Arbeitsleuchte einschaltest oder die Morgensonne ihre ersten beiden Strahlen durchs Fenster schickt.
:versteck:

Btw.: Der Kalilaugeprozess entspricht im Aufbau übrigens weitgehend dem uralten, altbekannten, nahezu unkaputtbaren Nickel-Eisen-Akku, der mir im Handscheinwerfer auch bei deutlichen Minugraden noch den Weg erleuchtet hat.
Beitrag Verfasst: 23.06.2020, 17:12

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