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Fasserhammer
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Autor:  MKH [ 04.05.2014, 18:42 ]
Betreff des Beitrags:  Fasserhammer

Hallo Leute
Wie wohl jeder Anfänger, habe ich anfangs beim Werkzeug gespart. Aber spezielles Werkzeug für Goldschmiede ist auch speziell teuer. So kaufte ich einen günstigen Fasserhammer von Foredom, ein amerikanisches Produkt. Die Schlagstäreke war einfach zu schwach und Material über 0,6mm blieb eigentlich unbeeindruckt.
Vor kurzem habe ich mir einen wertigen Badeco-Hammer zugelegt. Der sollte eigentlich stufenlos einstellbar sein, aber ich merke eigentlich nicht viel davon.
Die Schlagstärke ist mir fast immer zu stark! Der Treibt das Material ordentlich kräftig, was nicht ohne Folgen bleibt.
Den Punzen habe ich rechteckig 2,2x1,6mm geschliffen, Kanten etwas gebrochen, poliert und etwas bombiert. Trotzdem treibe ich mir ziemlich stake Riefen in die Zarge, die dann wieder aufwendig herausgeschliffen werden müssen.
Habt Ihr einen Tip, könnt ihr mir sagen was ich falsch mache? Wie hoch soll die Schlagzahl sein? Besser weniger Schläge?
Danke
Karl-Heinz

Autor:  Anzeige [ 04.05.2014, 18:42 ]
Betreff des Beitrags: 


Autor:  Tilo [ 04.05.2014, 19:47 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Fasserhammer

mal sehn, ob Heinrich das Teil in Benutzung hat
ich hab nur einen uralten *wasweißich* am Hängemotor, der mir ausreicht,

Autor:  Heinrich Butschal [ 05.05.2014, 11:29 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Fasserhammer

Ich habe an der Welle auch nur verschiedene recht alte Fasserhämmer, die schwach bis mittel schlagen. Inzwischen habe ich einen Druckluftpulser mit dem ich Stichel und Fasserhämmer einspannen kann, die lassen sich auch etwas stärker einstellen. Wenn ich wirklich kräftige Schläge brauche, nehme ich dafür verschiedene runde Stahlscheiben mit Rillen leicht poliert am Fräserhandstück an der Welle. Die geben den kräftigsten Hammerschlag.

Autor:  Ulrich Wehpke [ 06.05.2014, 09:48 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Fasserhammer

Ich arbeite seit fast 30 Jahren mit einem Pulser von GRS. Dafür gibt es verschiedene Handstücke. Manche sind wegen Kräfteüberschuss nicht zum Fassen zu brauchen, sie werden vor allem zum Herausmeißeln von Versteinerungen und ähnlichen Arbeiten verwendet.

Gemeinsam haben alle Handstücke, dass sie mit verschiedenen (Kompressor- Luft-) Drücken und Pulsgeschwindigkeiten, sowie über ein Pedal geregelt, betrieben werden können. Mit Sicherheit die teuerste, aber auch ultimative Art dieser Werkzeugsysteme. Es lassen sich Kupfer, Stahl-oder Hartmetallspitzen einsetzen. Diese sind in steckbaren, einfach zu wechselnden Spitzen fest montiert. Für besonders kleine Ecken und spezielle Anwendungen lassen sich so auch Glasfiber/Silikat-Feilen und Einsätze verwenden.

Die Liste der mögl. Anwendungen ist schier unerschöpflich. z.Zt. verwende ich hauptsächlich zwei Handstücke: GRS Handstück - Magnum -Schnellwechselhandstück, sowie , allerdings seltener, das Handstück MONARCH des gleichen, amerikanischen Herstellers.

Nachteil: Man braucht für den Betrieb der GRS Handstücke Druckluft 4 bis 8 bar, sowie einen Pulsgeber des gleichen Herstellers. Als Kompressor reicht eine Baumarktqualität, wenn man ihn schallgedämmt unterbringen kann. Die Verwendung von ÖL-u. Wasserabscheidern, ist in jedem Fall empfehlenswert. In der von mir erwähnten, jahrzehntelangen Verwendungszeit, hat es noch nie Schäden an den Geräten gegeben, obwohl sie teilweise wirklich geschunden wurden. Ausnahme: Die Kompressoren sind wegen Schäden gewechselt worden. Seit geraumer Zeit verwende ich einen Kompressor mit drei Kolbenpumpen aus dem medizinischen Bereich (dental), der allen Anforderungen entspricht und auch die gewünschte Leistungsfähigkeit hat.

Autor:  Goldschmiedin [ 06.05.2014, 22:18 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Fasserhammer

Ich kenne den Badeco Fasserhammer leider nicht, wird der auch über den Hängebohrmotor/eine biegsame Welle betrieben?
Habe, wenn mich nicht alles täuscht, ein zusätzliches Reduziergetriebe zum Verringern der Tourenzahlen, an der Welle. :gruebel:
Wäre dies beim Badeco evtl. auch montierbar und könnte Abhilfe schaffen? :nixweiss:

LG

Autor:  Tilo [ 06.05.2014, 22:35 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Fasserhammer

für badeco-Micromotor

Autor:  Heinrich Butschal [ 07.05.2014, 07:42 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Fasserhammer

Eine Stahlscheibe mit Rillen am Rand, Bohrung in der Mitte und auf eine Stifthalterung geschraubt, ist der billigste Fasserhammer und funktioniert an jedem Bohrhandstück.

Autor:  cantony [ 07.05.2014, 09:31 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Fasserhammer

Hallo Heinrich,

kannst du davon mal ein Bild einstellen ?
Klingt nach der ultimativen Lösung, kann mir leider nicht genau vorstellen wie das aussieht.

Danke und Grüße,
Tine

Autor:  Heinrich Butschal [ 07.05.2014, 09:42 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Fasserhammer

Bin jetzt nicht am Werktisch aber früher haben wir 50-Pfenningstücke in der Mitte durchbohrt auf einen Schraubstift (gibt es fertig zu kaufen als Halterung für Gummipolierer) geschraubt und damit gefassst. Die Rändelung des 50 Pfenningstückes hat gereicht nur nicht lange gehalten, dann war sie glatt.

Autor:  Tilo [ 07.05.2014, 10:03 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Fasserhammer

naja, ultimativ würde ich das nicht nennen
und für -,60mm Fassungsstärke wohl eher nicht zu gebrauchen
ist die größere Selbstbauversion von
https://www.goldschmiedebedarf.de/produ ... s_id=24839

wobei ich
http://shop.schula.de/product_info.php/products_id/8982
= goldschmiedebedarf.de/product_info.php?products_id=6059
mit den drehbaren Walzen drin für technisch besser halte (gibts auch etwas kleiner)

ein Fasserhandstück ersetzt das aber nicht
selbst zum Nieten finde ich das nicht wirklich optimal

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