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Nach vielen Jahren wieder zurück!
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Autor:  rolf skrypzak [ 27.12.2020, 12:32 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Nach vielen Jahren wieder zurück!

Erst mal Danke für das Lob! Die Fibel wird traditionell auf der Schulter getragen und sie schließt einen Tuchmantel. Der Stoff wird gerafft und der geraffte Überschuss füllt den Fibelbogen aus.

Autor:  Anzeige [ 27.12.2020, 12:32 ]
Betreff des Beitrags: 


Autor:  rolf skrypzak [ 27.12.2020, 13:32 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Nach vielen Jahren wieder zurück!

Ein großes Problem des merowingerzeitlichen Reenactments sind die aufwendigen, und damit kaum bezahlbaren Techniken mit den Schmuck- und Gegenstände verziert wurden. Die oben gezeigten Tauschierungen beinhaltendes geringste Materialkosten bei maximaler Arbeitszeit (für ein heutiges Wirtschaftskonzept sehr ungeeignet!)
Im Gegensatz hierzu prägt der sogenannte Almandinschmuck im 5. und 6.Jh. die Frauenmode maßgeblich! Hier wurde in wertvollen Materialen wie Gold, Silber und vor allem in indischem Almandin gearbeitet.
Um eine bezahlbare Alternative zu finden habe ich lange mit verschiedenen Kunstharzen experimentiert und kam dann zu solchen Ergebnissen!

Dateianhänge:
Dateikommentar: Kleine, sogenannte S-Fibeln schließen das Kleid im Brustbereich, Silber vergoldet, Almandinersatz.
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Dateikommentar: Bügelfibel schließen das Überkleid im Beckenbereich, Silber vergoldet, Almandin- Nielloersatz.
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Dateikommentar: Scheibefibel mit, in Cloissone gefassten Almandinen. Hier wird jedem klar wie hoch der Aufwand zum einschleifen und fassen der Steine ist (wenn sie nicht aus einem Ersatzprodukt wären).
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Dateikommentar: Hier noch erweitert durch kleine Pressbleche und filigranen Perldraht!
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Dateikommentar: Bei diesem Stück aus Italien liegt die Schwierigkeit vor allem im halbkugeligen Zentrum!
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Autor:  Heinrich Butschal [ 27.12.2020, 13:37 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Nach vielen Jahren wieder zurück!

Finde ich gelungen übersetzt.

Autor:  Hellfire-bars [ 27.12.2020, 23:22 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Nach vielen Jahren wieder zurück!

Ich finde die handwerklichen Fähigkeiten phänomenal.
Auch bei mir hat die Arbeit nach dem Guss in Formsand erst angefangen.
Mehrere Tage hintereinader, mehrere Stunden Feinarbeit, um ein Stück von 20 Gramm in die Form zu bringen, wie es sein sollte.
Deine handwerklichen Fähigkeiten habe ich allerdings noch sehr lange nicht erreicht.

Autor:  rolf skrypzak [ 28.12.2020, 16:41 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Nach vielen Jahren wieder zurück!

Die antike Gießerei betreiben wir überwiegend als Vorführung auf musealen Veranstaltungen, bzw. als Archäotechnisches Seminar an der Uni Bamberg.

Da der zeitliche Aufwand für die Herstellung der Wachsmodelle sehr hoch ist geh ich das Risiko nicht ein selbst zu gießen.

Autor:  rolf skrypzak [ 29.12.2020, 10:26 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Nach vielen Jahren wieder zurück!

An diesem Stück, einer Scheibenfibel aus Büttelborn, sieht man sehr schön die Problematik vor dem Museen stehen. Die Oberfläche des Originals ist von Korrosionsprodukten überwuchert, partiell verdecken mineralisierte organische Reste die Oberfläche und verhindern so ein freilegen des Musters.
Hier kommt die Replik ins Spiel. Anhand des Röntgenbildes konnten wir die Fibel samt des technischen Aufbaus replizieren.

Dateianhänge:
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Autor:  Tilo [ 29.12.2020, 10:53 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Nach vielen Jahren wieder zurück!

interessant
und 1A umgesetzte replica

warum sind denn beim Original die gelben Bestandteile so stark korrodiert bis zur Unkenntlichkeit?
hatten die damals Bronze eingearbeitet?

und was hast du bei der replica, Bronze oder Gold?

Autor:  Heinrich Butschal [ 29.12.2020, 11:17 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Nach vielen Jahren wieder zurück!

Und bei aller Perfektion sieht man, dass es keine 3D generierte Form ist. Gefällt mir gut.

Autor:  rolf skrypzak [ 29.12.2020, 11:37 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Nach vielen Jahren wieder zurück!

Die Replik ist in Feinsilber und Messing tauschiert, die großen Nietköpfe sind im Original aus einer Buntmetall Legierung die aufgrund der Bodenlagerung dunkelgrün patiniert sind. Des Weiteren finden sich noch Materialien wie Bleifüllungen in den Nietköpfen sowie eine Weichlot Verbindung an der Nadelkonstruktion. Die Fibel wurde im Rahmen einer restauratorischen Abschlussarbeit sehr gut bearbeitet was natürlich das a und o für eine detailgenaue Replik ist.

Autor:  rolf skrypzak [ 29.12.2020, 11:43 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Nach vielen Jahren wieder zurück!

Es fällt mir sehr schwer Fehler in der Symmetrie mit zu replizieren! Aber bei unserem Streben nach Perfektion sind genau diese kleinen Fehler das was Schönheit ausmacht!

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